Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Bonus-Malus

Politik und Bevölkerung erwarten von der Verwaltung zunehmend, dass die Leistungen
des Staates kosteneffizient erbracht und transparent gemacht werden. Im Rahmen der Revision des Finanz- und Lastenausgleichs im Jahr 2009 hatte die Gesundheits- und Fürsorgedirektion den Auftrag, die Anreizmechanismen in der wirtschaftlichen Hilfe bei den Sozialdiensten im Kanton Bern zu überprüfen. Unterschiedliche Modelle zur Anreizstärkung wurden diskutiert. Der Grosse Rat hat sich schliesslich gegen einen Selbstbehalt in der Sozialhilfe und für die Einführung eines Bonus-Malus-Systems entschieden. Dieses Bonus-Malus-System ist im Sozialhilfegesetz vom
1. Januar 2012 verankert.

Ziel des Bonus-Malus-Systems ist die Kosteneffizienz in den Sozialdiensten zu fördern.
Es vergleicht die unterschiedlichen Sozialhilfekosten in den Sozialdiensten – aufgrund unterschiedlicher Sozialhilferisiken in den verschiedenen Gemeinden – und belegt sie bei grosser Abweichung vom Durchschnittswert mit einem Bonus bzw. mit einem Malus.
Die Sozialdienste werden so animiert Strukturen und Prozesse zu überdenken sowie zu überprüfen, wo und wie Mittel effizienter eingesetzt werden könnten und wie zusätzliche Einnahmen generiert werden könnten.

Beim vorliegenden Modell geht es - politisch gewollt - um die Sanktionierung resp. Honorierung von statistischen Ausreissern. Für die überwiegende Mehrheit der Gemeinden wird das Bonus-Malus-System keine direkten finanziellen Auswirkungen haben.

Rechtliche Grundlagen

Gesetz über die öffentliche Sozialhilfe (Sozialhilfegesetz, SHG)

  • Art. 80d Anrechenbarer Aufwand der Gemeinden
  • Art. 80e Beurteilung der Kosteneffizienz
  • Art. 80f Berechnung und Eröffnung

Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.gef.be.ch/gef/de/index/soziales/soziales/sozialhilfe/spezifische_infosfuergemeinden/bonus-malus.html