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Angebote und Leistungen

Beratungsleistungen

Die Opferhilfe-Beratungsstellen können Soforthilfe leisten, um die dringendsten Bedürfnisse eines Opfers und/oder seiner Angehörigen abzudecken. Sie erfolgt in der Regel unmittelbar nach der Straftat und wird durch die Beratungsstelle selbst erbracht oder von dieser vermittelt (z.B. Krisenintervention durch eine Psychotherapeutin oder einen Psychotherapeuten, Notunterkunft/Frauenhaus und Lebensunterhalt während der ersten Zeit, erste Abklärungen durch eine Anwältin oder einen Anwalt). Die dadurch anfallenden Kosten werden von der Beratungsstelle – unabhängig von der finanziellen Situation des Opfers bzw. seiner Angehörigen – übernommen.

Wird zur Bewältigung der Folgen der Straftat über eine längere Zeit die Unterstützung einer Opferhilfe-Beratungsstelle benötigt, kann diese ebenfalls kostenlos in Anspruch genommen werden (sog. längerfristige Hilfe der Beratungsstellen).

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Opferhilfe-Beratungsstellen unterstehen der Schweigepflicht. Die Beratung ist vertraulich und auch anonym möglich.

Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe Dritter

Wenn das Opfer und/oder seine Angehörigen für die Bewältigung der Folgen der Straftat über die Soforthilfe hinaus Hilfe von Dritten benötigen (z.B. Notunterkunft/Frauenhaus, medizinische und psychologische Behandlungen, Lebensunterhalt, anwaltliche Vertretung), kann die zuständige kantonale Behörde diesbezügliche Kosten subsidiär übernehmen. Im Kanton Bern sind entsprechende Gesuche für finanzielle Hilfe schriftlich an die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) zu richten.

Die Höhe des Kostenbeitrages ist abhängig von den finanziellen Verhältnissen des Opfers bzw. seiner Angehörigen. Hinweise für dessen Bemessung finden sich in der Berechnungstabelle (Excel, 55 KB).

Entschädigung und Genugtuung

Unter gewissen Voraussetzungen können das Opfer und/oder seine Angehörigen eine Entschädigung für diejenigen Personenschäden verlangen, die nicht bereits durch die Soforthilfe oder die Kostenbeiträge für längerfristige Hilfe Dritter abgedeckt sind. Es handelt sich dabei v.a. um Erwerbsausfall, Haushalt- und Betreuungsschaden, Versorgerschaden und Bestattungskosten. Die Opferhilfe leistet aber nur insoweit Entschädigungen, als nicht andere Leistungspflichtige ausreichende Leistungen erbringen (Subsidiarität).

Ein Vorschuss auf die Entschädigung kann gewährt werden, wenn das Opfer und/oder seine Angehörigen sofortige finanzielle Hilfe benötigen und sich die Folgen der Straftat kurzfristig nicht mit hinreichender Sicherheit feststellen lassen.

Bei der Bemessung der Entschädigung werden die finanziellen Verhältnisse des Opfers bzw. seiner Angehörigen berücksichtigt. Hinweise für die Berechnung der Höhe der Entschädigung finden sich in der Berechnungstabelle (sh. unten "Mehr zum Thema").

Eine Genugtuung für die erlittene seelische Unbill wird ausgerichtet, sofern das Opfer – unabhängig von seiner finanziellen Situation – durch die Straftat besonders schwer betroffen ist.

Die Gesuche um Entschädigung und Genugtuung unterliegen einer Verwirkungsfrist; d.h. sie müssen innert fünf Jahren nach der Straftat bzw. nach Kenntnis der Straftat bei der zuständigen kantonalen Behörde (Kanton Bern: Gesundheits- und Fürsorgedirektion, GEF) eingereicht werden, ansonsten verliert das Opfer seine Ansprüche. In Ausnahmefällen gelten längere Fristen.


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