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Wohnen

Der Kanton Bern erhält vom Staatssekretariat für Migration (SEM) entsprechend seiner Bevölkerungszahl 13,5 % aller Asylsuchenden der Schweiz zugewiesen. Für ihre Unterbringung, Betreuung und Unterstützung bis zum Entscheid über das Asylgesuch und für die Unterbringung von vorläufig Aufgenommenen ist die kantonale Polizei- und Militärdirektion zuständig.

Personen, die als Flüchtlinge anerkannt werden, kommen in die Zuständigkeit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion. Sie haben freie Wohnsitzwahl und sind grundsätzlich selber für ihre Unterbringung verantwortlich. Die Flüchtlingssozialdienste unterstützen im Rahmen des Sozialhilfeauftrags die Flüchtlinge beim Ausfüllen von Formularen, leisten Direktzahlungen an Vermieter und melden die Flüchtlinge bei Bedarf bei der Fachstelle Wohnen an.

Die Fachstelle Wohnen ist die zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge, die eine Wohnung suchen. Sie vermittelt Wohnungen, unterstützt bei der Wohnungssuche, begleitet bei Besichtigungen, vermittelt Informationen zum Wohnen in der Schweiz, bietet Wohnkurse an und hält den Kontakt zu Vermietern. Für die Unterbringung von jungen erwachsenen Flüchtlingen begleitet sie ihm Rahmen eines Projekts einzelne Wohngemeinschaften.

Ergänzend zur Fachstelle Wohnen, die Wohnungen vermittelt, mietet die Fachstelle Unterbringung der Heilsarmee Flüchtlingshilfe selber Wohnungen an und vermietet diese als Übergangslösung an Flüchtlinge weiter. Ziel ist, dass die Flüchtlinge die Wohnung nach rund einem Jahr selber übernehmen.

Aufgrund der aussergewöhnlich hohen Zahl an Flüchtlingsanerkennungen in den Jahren 2014 bis 2016 hat die Gesundheits- und Fürsorgedirektion in Wilderswil und Unterseen Übergangswohnheime für anerkannte Flüchtlinge eröffnet. Zwei weitere Übergangswohnheime (Bern und Worb) stehen für die Aufnahme von Resettlementflüchtlingen zur Verfügung. Diese Wohnheime dienen als Zwischenlösung, bis die Flüchtlinge eine eigene Wohnung gefunden haben.

Privatunterbringung

Privatpersonen, welche anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene bei sich Zuhause aufnehmen möchten, wenden sich direkt an die Schweizerische Flüchtlingshilfe. Weitere Infos und Anmeldeformular finden Sie hier.

Wohnraum zu vermieten

Privatpersonen und Gemeinden, welche Wohnungen und grössere Unterkünfte wie leerstehende Hotels zur Unterbringung ankerkannten Flüchtlingen anbieten oder Personen zur Untermiete aufnehmen möchten, wenden sich an folgende Ansprechpartner:

Wohnungen:

CARITAS Bern, Fachstelle Wohnen
Eigerplatz 5, Postfach, 3000 Bern 14
info@caritas-bern.ch

Grössere Unterkünfte:

Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern
Sozialamt, Abteilung Integration, Rathausgasse 1, 3011 Bern
info.vafl.soa@gef.be.ch 

Kantonswechsel

Grundsätzlich müssen anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge, die ihren Wohnsitz in einen anderen Kanton verlegen möchten, vorgängig eine entsprechende Bewilligung bei der Migrationsbehörde des neuen Kantons (B-Ausweis) oder beim SEM (F-Ausweis) beantragen und sich selbst um geeigneten Wohnraum kümmern. Erst wenn der neue Kanton den Kantonswechsel bewilligt hat, ist die betroffene Person berechtigt, in den neuen Kanton umzuziehen. Das Bewilligungsverfahren muss also im angestammten Kanton abgewartet werden. Anerkannte Flüchtlinge oder vorläufig aufgenommene Flüchtlinge, welche finanzielle Unterstützung erhalten, sind beim Mieten einer Wohnung verpflichtet, die regionalen Mietzinslimiten einzuhalten. Auskunft dazu erteilt die Fachstelle Wohnen.

Bei einem Wechsel in den Kanton Bern benötigt die Migrationsbehörde in jedem Fall einen gültigen (Unter-)Mietvertrag, lautend auf den Namen der kantonswechselnden Person. Bei der Anmeldung am Schalter der Wohnsitzgemeinde müssen der Asylentscheid sowie die Kantonswechselbewilligung vorgelegt werden.

Es dauert in der Regel mehrere Wochen, bis die Person im Kanton Bern angemeldet und einem Flüchtlingssozialdienst zugeteilt ist. Bei finanzieller Unselbständigkeit und um einer Notsituation vorzubeugen, bevorschusst in der Regel der Sozialdienst des abgebenden Wohnkantons den ersten Monat nach dem Wegzug und stellt die Leistungen dem abnehmenden Kanton anschliessend in Rechnung.


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