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Radon

Radon ist ein natürliches, radioaktives Edelgas. Es dringt durch Ritzen, Risse und Naturböden aus dem Untergrund in Gebäude ein. Je nach Durchlüftung sammelt es sich auch im Wohnbereich an. Radon ist nach dem Rauchen die wichtigste Ursache für Lungenkrebs. Es führt nach Schätzungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) in der Schweiz zu 200-300 Todesfällen pro Jahr. Die Radonkonzentration in der Raumluft kann auf einfache und kostengünstige Weise mit einem Dosimeter gemessen werden. Die Kantone sind laut Strahlenschutzverordnung verpflichtet, Regionen mit gefährlichen Radonbelastungen mit Messungen in bewohnten Räumen zu eruieren.

Radonkarte im Geoportal

Die Radonresultate aus der Schweiz sind in einer zentralen Radon-Datenbank erfasst. Allein im Kanton Bern sind in den letzten 15 Jahren über 14'000 Häuser gemessen worden, die im Geoportal auch für jedermann einsehbar sind. Die effektive Radonbelastung in einem bestimmten Haus kann aber nur durch eine Radonmessung vor Ort bestimmt werden. Es ist also nicht möglich, aufgrund von Resultaten aus Nachbargebäuden die exakte Radonkonzentration in einem Haus abzuleiten.

Massnahmen gegen hohe Radonkonzentrationen

Falls die Radonkonzentration im Wohnbereich den vom Bundesamt für Gesundheit festgelegten Grenzwert überschreitet, ist eine Radonsanierung zum Schutz der Hausbewohner erforderlich. Ein gegen den Bauuntergrund sorgfältig abgedichtetes Haus stellt in der Regel einen guten Schutz gegen Radon dar. Deshalb werden die Bauherrschaften im Baubewilligungsverfahren verpflichtet, entsprechende bauliche Massnahmen in Eigenverantwortung durchzuführen. Die Gemeinden geben dafür das Formular «Schutz vor erhöhten Radongaskonzentrationen» ab.

Sanierungsbeispiele

  • den Kellerboden und die Kellerwände mit einer radondichten Schutzschicht versehen
  • Zwischen Wohnbereich und Keller eine dichte Tür einbauen, die die Zugluft aus den Kellerräumlichkeiten unterbindet
  • Installationsschächte (Heizung, Sanitär, Elektro) sowie Fugen bei Rohr- und Leitungsdurchführungen vom Keller in die Wohnräume abdichten
  • dafür sorgen, dass der durch Abluftventilatoren in Küche und Bad und durch das Cheminée verursachte Unterdruck im Wohnbereich durch Aussenluft und nicht durch Kellerluft kompensiert wird

Rechtliche Grundlagen
Strahlenschutzverordnung vom 22.Juni 1994 (StSV); SR 814.501
Strahlenschutzverordnung

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