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Kältemittel

Kälteanlagen und Wärmepumpen enthalten sogenannte Kältemittel. Einige davon werden kaum abgebaut und verbleiben in der Luft, sie gelten als stabil. Sie wirken als Treibhausgase oder ozonabbauend und dürfen deshalb möglichst nicht in die Umwelt gelangen. Kälteanlagen und Wärmepumpen sollen in Zukunft – wenn immer möglich – nicht mehr mit in der Luft stabilen Kältemitteln betrieben werden. Mit der Bewilligungspflicht für stationäre Anlagen mit mehr als 3 kg in der Luft stabilen Kältemitteln soll dieses Ziel erreicht werden.

Bewilligungspflichtige Anlagen

  • Neuanlagen
  • Ersatzanlagen für bereits bestehende Anlagen
  • Erweiterungen und Umbauten bestehender Anlagen, die den Kälte erzeugenden Teil betreffen
  • Umrüstung bestehender Anlagen auf in der Luft stabile Kältemittel

Nicht bewilligungspflichtige Anlagen

  • fest eingebaute (steckerfertige) Klimageräte ohne Kälte- oder Wärmeverteilsystem (z.B. Rohrleitungen oder Kanäle)
  • Anlagen mit natürlichen Kältemitteln wie R170 (Ethan), R290 (Propan), R717(Ammoniak), R718 (H2O), R744 (CO2)
  • Anlagen, die nicht mehr als 3 kg in der Luft stabile Kältemittel enthalten

Bewilligungsverfahren

Auf der «Plattform zur elektronischen Bewilligung von Kältemitteln» kann abgeklärt werden, ob eine Bewilligung für eine neue Anlage erforderlich ist, ob das vorgesehene Kältemittel zulässig ist und welche Auflagen an die Bewilligung geknüpft werden. Entspricht eine Anlage den Vorgaben des BAFU, wird die Bewilligung per E-mail zugestellt.

Entspricht eine Anlage nicht den Auflagen des BAFU, so sind zusammen mit der Abteilung Umweltsicherheit des Kantonalen Laboratoriums Bern weitere Abklärungen zu treffen. Eine Bewilligung wird erteilt, wenn nach dem Stand der Technik keine Ersatzstoffe oder Ersatzverfahren verfügbar und die verfügbaren Massnahmen zur Vermeidung von Emissionen getroffen worden sind.

Meldepflicht

Bestehende Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen müssen bei der Schweizerischen Meldestelle für Kälteanlagen und Wärmepumpen gemeldet werden, wenn sie mehr als 3 kg ozonschichtabbauende oder in der Luft stabile Kältemittel enthalten. Zusätzlich müssen die Betreiber dieser Anlagen ein Wartungsheft führen und periodisch Dichtigkeitsprüfungen durchführen lassen.

Rechtliche Grundlagen
Verordnung vom 18. Mai 2005 zur Reduktion von Risiken beim Umgang mit bestimmten besonders gefährlichen Stoffen, Zubereitungen und Gegenständen (Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, ChemRRV); SR 814.81:
Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung

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