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Psychische Gesundheit

Psychische Gesundheit bzw. psychische Beeinträchtigungen entstehen in der Interaktion verschiedener Einflüsse wie beispielsweise personelle und soziale Ressourcen, kritische Lebensereignisse oder der Zugang zu professioneller Hilfe. Indikatoren wie psychische Belastung, Depressivität, Kontrollüberzeugung als Schutzfaktor oder die Quantifizierung der Behandlung von psychischen Problemen dienen dazu, sich ein Bild zu machen von der psychischen Gesundheit von Menschen.

1. Psychische Belastung

Der Index zeigt eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Angststörung oder eine depressive Störung an, entspricht jedoch keiner Diagnosestellung. Er wird basierend auf einer Reihe von Fragen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung gebildet, wobei die Selbsteinschätzung bezüglich Nervosität, Niedergeschlagenheit, Ausgeglichenheit und Glücksgefühlen in den vier Wochen vor der Befragung berücksichtigt wird.

Psychische Belastung nach Geschlecht, in Prozent

  niedrig mittel hoch
Männer 86.7 10.6 (2.7)
Frauen 81.8 13.2 4.9
Total 84.3 11.9 3.8

Legende: Zahlen in Klammern zeigen eine eingeschränkte statistische Zuverlässigkeit an (weniger als 30 Antworten).

Quelle: Bundesamt für Statistik, Schweizerische Gesundheitsbefragung 2012, Daten Kanton Bern, Bevölkerung ab 15 Jahren, eigene Berechnungen GEF.

Lesebeispiel: 86.7% der Männer sowie 81.8% der Frauen schätzen ihre psychische Belastung als niedrig ein.

Psychische Belastung nach höchster abgeschlossener Ausbildung

Auswertungen zur psychischen Belastung nach höchster abgeschlossener Ausbildung zeigen auf, dass Personen mit einer Tertiärausbildung  weniger stark psychischen Belastungen ausgesetzt sind als Personen mit nur einer obligatorischen Schulbildung.

2. Psychische Behandlung

In den letzten 12 Monaten wegen einem psychischem Problem in Behandlung gewesen nach Geschlecht, in Prozent

  ja nein
Männer (3.5) 96.5
Frauen 7.7 92.3
Total 5.7 94.3

Legende: Zahlen in Klammern zeigen eine eingeschränkte statistische Zuverlässigkeit an (weniger als 30 Antworten).

Quelle: Bundesamt für Statistik, Schweizerische Gesundheitsbefragung 2012, Daten Kanton Bern, Bevölkerung ab 15 Jahren, eigene Berechnungen GEF.

Lesebeispiel: Aus der Tabelle wird ersichtlich, dass sich insgesamt 5.5% der Berner Bevölkerung wegen einem psychischen Problem in Behandlung begeben, Frauen häufiger als Männer.

3. Major Depression

Der Index zeigt an, ob und in welchem Ausmass eine befragte Person unter einer depressiven Störung leidet (keine oder minimale, leichte, mittlere, eher schwere oder schwere). Dafür werden neun Kriterien einer Major Depression durch eine Reihe von Fragen in der Schweizerischen Gesundheitsbefragung abgedeckt (vgl. PHQ-9 Patient Health Questionnaire). Eher schwere oder schwere Depressionen bedürfen einer Behandlung durch Fachpersonen, mittlere Depressionen sollten klinisch abgeklärt werden.

Ausmass depressiver Störungen nach Geschlecht, in Prozent

  keine oder minimale leichte mittlere eher schwere oder schwere
Männer 78.6 16.1 (3.8) (1.5)
Frauen 71.5 23.6 3.9 (1.0)
Total 75.2 19.8 3.8 1.2

Legende: Zahlen in Klammern zeigen eine eingeschränkte statistische Zuverlässigkeit an (weniger als 30 Antworten).

Quelle: Bundesamt für Statistik, Schweizerische Gesundheitsbefragung 2012, Daten Kanton Bern, Bevölkerung ab 15 Jahren, eigene Berechnungen GEF.

Lesebeispiel: 78.6% der Männer und 71.5% der Frauen weisen keine oder nur minimale Merkmale einer depressiven Störung auf.

4. Kontrollüberzeugung

Der Index gibt Auskunft über die Überzeugung einer Person, ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können. Eine hohe Kontrollüberzeugung hat einen positiven Einfluss auf die allgemeine Gesundheit, die Lebenszufriedenheit und auch auf die psychische Belastbarkeit. Der Indikator wird basierend auf einer Reihe von Fragen aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung gebildet.

Kontrollüberzeugung nach höchster abgeschlossener Ausbildung, 2012

Bild vergrössern Quelle: Bundesamt für Statistik, Schweizerische Gesundheitsbefragung 2012, Daten Kanton Bern, Bevölkerung ab 15 Jahren, eigene Berechnungen GEF.

Lesebeispiel: Bei Personen mit einer Tertiärausbildung ist der Anteil einer hohen Kontrollüberzeugung (44.8%) grösser als bei Personen mit der obligatorischen Schule als höchste abgeschlossene Ausbildung (36.7%).


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