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Finanzhilfen des Bundes

Seit dem 1. Februar 2003 ist das Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung in Kraft. Das Gesetz bildete ursprünglich die Grundlage eines befristeten Impulsprogramms des Bundes, um die Schaffung von Betreuungsplätzen für Kinder zu fördern. Seither wurde das Gesetz mehrmals verlängert und mit neuen Finanzhilfen ergänzt.

Das Bundesgesetz über Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung ermöglicht aktuell drei Arten von Finanzhilfen für Kinderbetreuung:

Finanzhilfen für die Schaffung von Betreuungsplätzen (Impulsprogramm) 

Der Bund bezweckt mit dem Impulsprogramm, dass schweizweit Betreuungsplätze geschaffen werden damit die Eltern Erwerbsarbeit bzw. Ausbildung und Familie besser vereinbaren können. Aktuell läuft vom 1. Februar 2015 bis 31. Januar 2019 der vierte Kredit über rund 120 Millionen Franken. Die Verlängerung des Programms um weitere 4 Jahre bis zum 31. Januar 2023 wurde bereits beschlossen.   

Der Grösste Teil des Verpflichtungskredits wird für die direkte Unterstützung von Kitas und Tagesschulen verwendet. Mit der Anstossfinanzierung werden Kindertagesstätten und Tagesschulen bei der Gründung oder beim Ausbau eines Angebotes finanziell unterstützt. Kitas erhalten während zwei Jahren einen Pauschalbeitrag von maximal 5’000 CHF pro Platz und Jahr.

Was die Betreuung in Tagesfamilien betrifft, so werden Finanzhilfen für Aus- und Weiterbildungsmassnahmen sowie für Projekte zur Verbesserung der Koordination oder der Qualität der Betreuung in den Tagesfamilien gewährt.

Gesuche sind von den Gesuchstellenden direkt an das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV zu richten. Das BSV holt für sämtliche Gesuche eine Stellungnahme des Kantons, in welchem die Betreuung angeboten wird, ein. In Bern beurteilen die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (Kitas mit subventionierten Plätzen unter der Aufsicht der Gemeinde und Tagesfamilienorganisationen), die Direktion für Inneres und Justiz (Kitas mit einer Bewilligung des Kantonalen Jugendamts) und die Bildungs- und Kulturdirektion (Tagesschulen) die Gesuche.

Nähere Informationen und Gesuchformulare sind auf der Webseite des BSV erhältlich.

Seit 2008 können im Rahmen des Impulsprogramms auch Gesuche für Beiträge an Projekte mit Innovations- und Modellcharakter, welche zur Schaffung von neuen Betreuungsplätzen für Kinder im Vorschulalter beitragen, eingereicht werden. 

Neue Finanzhilfen des Bundes für Projekte zur Optimierung des Betreuungsangebots 

Der Bund stellt rund 15 Millionen für Planungskosten von Projekten bereit, die das familien- und schulergänzende Betreuungsangebot besser auf die Bedürfnisse der Eltern abstimmen. Unterstützt werden Projekte von Kantonen, Gemeinden oder auch von Trägerschaften und natürlichen Personen,

  • die den Alltag der Eltern erleichtern, indem sie die Organisation der Kinderbetreuung vereinfachen,
  • die für die Eltern eine kurz- oder langfristige Flexibilität in der familien- und schulergänzenden Betreuung ihrer Kinder bringen oder
  • die die bestehenden Öffnungszeiten während des Tages, der Woche oder des Jahres massgebend erweitern (z. B. Betreuung während der Schulferien).

Die Finanzhilfen betragen höchstens die Hälfte der anrechenbaren Projektkosten. Die weiteren Projektkosten sowie auch die Betriebskosten müssen von den Gesuchstellenden selber aufgebracht werden. 

Gesuchstellende haben vor Eingabe des Gesuchs eine Stellungnahme des Kantons einzuholen. Betrifft das Projekt ausschliesslich schulpflichtige Kinder und Jugendliche, wenden sie sich für die Stellungnahme an den Fachbereich Schulergänzende Angebote der Bildungs- und Kulturdirektion. Für Projekte, welche auch oder ausschliesslich die Betreuung von vorschulpflichtigen Kindern umfassen, ist die Abteilung Familie der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion zuständig, die bei Bedarf die Bildungs- und Kulturdirektion mit einbezieht. 

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen, welche die Projekte erfüllen müssen, sowie zu Fristen für die Einreichung eines Gesuchs sowie Formulare zur Gesuchseinreichung finden Sie auf der Webseite des Bundesamts für Sozialversicherungen BSV. 

Finanzhilfen für die Erhöhung von Subventionen in der familienergänzenden Kinderbetreuung 

  • Einreichung Gesuch Kanton Bern im Juli 2020

Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) und die Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) haben beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) das Gesuch um Finanzhilfen Anfang Juli 2020 eingereicht.

  • Nächste Schritte 

Das BSV fällt nach Vorliegen der definitiven Unterlagen zu den Subventionserhöhungen einen Entscheid über die Anspruchsberechtigung und die Höhe der Finanzhilfen, wobei zunächst ein Vorentscheid getroffen wird. Mit wieviel Geldern die Gemeinden und der Kanton rechnen können, wird deshalb voraussichtlich im Verlauf des Jahres 2021 bekannt werden. 

Im Spätsommer 2021 führt der Kanton Bern die nächste Erhebung bei den Gemeinden durch.

  •  Weitere Informationen und Ansprechpartner

In diesem Dokument (PDF, 155 KB, 4 Seiten) finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten zur Datenerhebung. 

Weitere Informationen zu den Finanzhilfen des Bundes finden Sie auf der Website des BSV.

Bei Fragen zur Erhebung und Gesucheingabe kontaktieren Sie Manuela Grieb (manuela.grieb@be.ch, 031 635 39 51), Projektleiterin BSV-Gesuch (bis 20.01.2021: Severin Thomi (severin.thomi@be.ch, 031 636 81 06), stv. Projektleiter BSV-Gesuch). Bei spezifischen Fragen zu Tagesschulen oder Ferienbetreuung melden Sie sich bei Camille Cuvit, Fachbereich Schulergänzende Angebote (camille.cuvit@be.ch, 031 636 59 36).

 


Weitere Informationen

 


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