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IT-Projekt Neues Fallführungssystem für die Sozialhilfe

1. Mai 2020 – Medienmitteilung

Der Kanton Bern soll den Gemeinden ein gemeinsames Fallführungssystem für die Sozialhilfe zur Verfügung stellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die im Rahmen des IT-Projekts «Neues Fallführungssystem für die Sozialhilfe im Kanton Bern» erarbeitet wurde. Das neue System soll ab 2025 schrittweise eingeführt werden.

Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) hat im September 2019 die Initialisierungsphase des IT-Projekts «Neues Fallführungssystem für die Sozialhilfe im Kanton Bern» (NFFS) lanciert. Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit der Direktion für Inneres und Justiz (DIJ), dem Verband Bernischer Gemeinden (VBG) und der Berner Konferenz für Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz (BKSE) durchgeführt. Das Projekt umfasst die Prüfung einer allfälligen Beschaffung oder Entwicklung und die Einführung eines neuen Fallführungssystems. Ziel ist die administrative Vereinfachung der Fallführung und des Datenaustausches sowie die Schaffung von Synergien. Die während der Initialisierungsphase erarbeitete Studie stellt die Grundlage für das weitere Vorgehen dar und ist auf der Website der GSI einsehbar.

Klare Mehrheit der Sozialdienste begrüsst gemeinsames System

Die Studie zeigt auf, dass die Einwohner- und Gemischten Gemeinden sowie die Burgergemeinden im Kanton Bern hochgerechnet aktuell rund 6 Millionen Franken pro Jahr für den Betrieb verschiedener Fallführungssysteme aufwenden. In den nächsten drei Jahren planen die Gemeinden gemäss Hochrechnung Investitionen von knapp 2 Mio. Franken in diese Systeme. Eine Online-Befragung hat zudem ergeben, dass eine klare Mehrheit der Sozialdienste ein gemeinsames Fallführungssystem begrüssen würde.

In der Studie werden drei Varianten zur Weiterbearbeitung vorgestellt: die Beibehaltung des Status Quo, die Einführung eines neuen Fallführungssystems (mit drei Untervarianten) sowie die Erstellung einer Datenaustauschplattform. Die Frage nach dem Betriebsmodell einer neuen, gemeinsamen Lösung kann aufgrund der aktuellen Marktsituation noch nicht vollständig beantwortet werden. Es herrscht jedoch Einigkeit unter den verschiedenen Akteuren, dass eine entsprechende IT-Lösung vom Kanton Bern beschafft werden sollte und in der Folge auch die Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung bei der GSI liegen soll.

Kanton soll System zur Verfügung stellen

Auf Grundlage der Studie hat der Steuerungsausschuss mit Vertretungen der GSI, der DIJ, des VBG und der BKSE verschiedene Entschlüsse gefasst. So hat er insbesondere entschieden, dass im Kanton Bern ein zentrales Fallführungssystem für die Aufgaben der Sozialdienste, das heisst die Steuerung und den Vollzug der Sozial- und Alimentenhilfe sowie des Kindes- und Erwachsenschutzes zur Verfügung gestellt werden soll. Dabei tritt der Kanton gegenüber Dritten als Verhandlungspartner auf. Die Federführung des gemeinsamen Projektes liegt bei der GSI. Der Steuerungsausschuss hat sich des Weiteren für den Grundsatz einer phasenabhängigen Finanzierung ausgesprochen. So sollen sich aus Sicht des Steuerungsausschusses die Gemeinden und der Kanton in unterschiedlichem Masse an den Kosten für die Projektdurchführung, den Betrieb und die Weiterentwicklung sowie für die Migration beteiligen.

Einführung ab 2025

Nach Verabschiedung des Auftrags durch den Regierungsrat soll mit den inhaltlichen Arbeiten begonnen werden. Der Fokus wird dabei zunächst auf der Definition der Anforderungen liegen, die in enger Zusammenarbeit zwischen den kantonalen Direktionen und den beiden Verbänden BKSE und VBG erarbeitet werden. Die Einführung der neuen kantonalen IT-Lösung soll 2025 in den ersten Pilotsozialdiensten erfolgen.

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