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Jahresmedienkonferenz Der Gesundheits- und Sozialbereich soll auf die nächste Generation ausgerichtet werden

25. Januar 2019 – Medienmitteilung

In der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) ist eine Neuausrichtung in vollem Gang, mit der die Direktion für die künftigen Herausforderungen fit gemacht werden soll, wie Regierungsrat Pierre Alain Schnegg an der Jahresmedienkonferenz aufzeigte. Es müsse heute geplant werden, damit auch die kommende Generation die grossen Errungenschaften im Gesundheits- und Sozialwesen zu tragbaren Kosten nutzen könne. Zusammen mit dem Kader der Direktion informierte er unter anderem über den Stand aktueller Projekte wie die Gesundheitsstrategie, die Digitalisierung, ambulante Operationen, das Behindertenkonzept oder den Asylbereich.

«Wir arbeiten in hohem Tempo an der Neuausrichtung der Direktion und wollen uns für die Zukunft richtig aufstellen», sagte Regierungsrat Pierre Alain Schnegg, Gesundheits- und Fürsorgedirektor des Kantons Bern, an der Jahresmedienkonferenz. Die grossen Errungenschaften im Gesundheits- und Sozialbereich sollen auch in 10 bis 20 Jahren noch zur Verfügung stehen. Damit weiterhin qualitativ gute und zahlbare Leistungen erbracht werden können, müsste die anhaltende Kostensteigerung in diesen Bereichen eingedämmt werden. «Wir wollen die uns anvertrauten Mittel so gezielt wie möglich einsetzen», sagte der Gesundheits- und Fürsorgedirektor. Er sieht seine Direktion als «lernende Organisation», bei der die täglich gemachten Erfahrungen und die Verbesserungsvorschläge laufend berücksichtigt werden.

Herausforderung demografische Entwicklung

Als eine der grossen Herausforderungen nannte Regierungsrat Pierre Alain Schnegg die demografische Entwicklung. Die Institutionen im Gesundheits- und Sozialbereich müssten sich darauf vorbereiten, dass in rund 20 Jahren etwa 100‘000 Einwohnerinnen und Einwohner im Kanton Bern über 80 Jahre alt sein werden. Zudem stehen die Spitäler vor grossen Herausforderungen. Der Trend läuft vermehrt zu ambulanten Eingriffen. Als wichtige Aufgaben strich er den Aufbau des elektronischen Patientendossiers sowie die digitale Vernetzung aller Leistungserbringer hervor.

Stand einiger Projekte

An der Jahresmedienkonferenz gaben Kadermitarbeitende der GEF Einblick in den Stand einiger Projekte:

  • Die Gesundheitsstrategie soll aufzeigen, wie sich der Gesundheitsbereich im Kanton Bern aktuell präsentiert und welche Entwicklungen angestrebt werden. Im letzten Jahr konnten verschiedene Bestandteile der Strategie erstellt werden. Die Ergebnisse hat die GEF  dem Steuerungsausschuss vorgelegt, in dem externe Partner wie beispielsweise Spitäler und niedergelassene Ärzte vertreten sind. Bis zum Sommer 2019 soll die Strategie konsolidiert sein, damit der politische Prozess eingeleitet werden kann. Dem Grossen Rat wird die Strategie im September 2020 zur Kenntnisnahme unterbreitet.

  • Die Digitalisierung spielt bei der GEF eine zentrale Rolle. So konnte sie letztes Jahr verschiedene Projekte starten und die erforderlichen organisatorischen Massnahmen umsetzen. Dazu gehört eine Applikation für die Prüfung und Verrechnung der kantonalen Spitalkostenbeiträge, welche die GEF mit einer Gruppe unter der Federführung des Kantons Luzern weiterentwickeln half. Im Verlauf dieses Jahres soll diese Neuerung eingeführt werden. Mit dem Kanton Zürich hat die GEF eine Absichtserklärung unterzeichnet, gemeinsam ein System zu entwickeln, mit dem Spitaldaten elektronisch erfasst werden können. Weitere Projekte sind: die Entwicklung eines Systems zur elektronischen Verwaltung der Betreuungsgutscheine für Kindertagesstätten,  die Entwicklung eines Systems zur elektronischen Verwaltung und Abrechnung des individuellen Bedarfs von behinderten Menschen sowie die Digitalisierung von Bestell- und Meldeprozessen.

  • «Ambulant vor stationär» Seit Anfang Jahr werden sechs Gruppen bestimmter operativer Eingriffe nur noch dann von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vergütet, wenn sie ambulant durchgeführt werden. Dies ist ein zentraler Eingriff in die Behandlungsfreiheit der Spitäler. Es ist davon auszugehen, dass dies der Anfang einer Ambulantisierungswelle ist. Zur Umsetzung dieser Umstellung hat die GEF eine Begleitgruppe eingesetzt, um die Herausforderungen dieses Trends zu diskutieren und für alle Betroffenen tragbare Lösungen zu finden.

  • Das Behindertenkonzept soll für Menschen mit Beeinträchtigungen die Selbstbestimmung in Bezug auf ihr Wohnumfeld erhöhen. Gleichzeitig soll ein transparentes und steuerbares Finanzierungssystem eingeführt werden. Auf der Basis der Zwischenanalyse, die letztes Jahr abgeschlossen werden konnte, erarbeitet die GEF die Grundlagen für die Gesetzgebung. Voraussichtlich im Jahr 2023 sollen die gesetzlichen Bestimmungen in Kraft treten.

  • Das Brustkrebs-Screening-Programm ist nach einem Unterbruch von neun Monaten von der Organisation «donna» im Auftrag des Kantons wieder aufgenommen worden. Damit können Frauen zwischen 50 und 74 Jahren auch im deutschsprachigen Kantonsteil wieder von diesem Programm profitieren. «donna» lädt Frauen ab dem 50. Lebensjahr alle zwei Jahre schriftlich zu einer Mammographie ein. Die Frauen entscheiden selbst, ob sie am Programm teilnehmen wollen. Falls eine Frau nicht auf die Einladung warten möchte, kann sie sich jederzeit direkt zur Aufnahme ins Programm an «donna» wenden.

  • Betreuungsgutscheine in der familienexternen Kinderbetreuung können von den Gemeinden ab August 2019 abgegeben werden. Ab 2021 wird es im Vorschulbereich nur noch das Gutscheinsystem für die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten oder bei Tagesfamilien geben. Der Kanton finanziert diese Gutscheine mit.

  • Der Asyl- und Flüchtlingsbereich wird im Kanton Bern neu strukturiert. Die GEF wird für die Belange der Asyl- und Flüchtlingssozialhilfe zuständig sein. Die Polizei- und Militärdirektion wird die rechtkräftigen Wegweisungsentscheide vollziehen. In diesem Jahr wird der Grosse Rat die gesetzlichen Bestimmungen dazu verabschieden, die dann auf den 1. Juli 2020 in Kraft treten sollen. Zu den Hauptzielen der GEF gehören eine raschere Integration der vorläufig Aufgenommen und der anerkannten Flüchtlinge in den ersten Arbeitsmarkt oder eine berufliche Ausbildung, ebenfalls die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaft und Freiwilligen, die Unterbringung sowie ein transparenter Kostenausweis und hohe Kosteneffizienz. Die WTO-Ausschreibung für die künftigen operativen Partner ist beendet. In der ersten Jahreshälfte wird der Zuschlag erteilt.

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