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Eine bedarfsgerechte, wirtschaftlich tragbare und qualitativ gute Versorgung mit Spital- und Rettungsleistungen und genügend Fachpersonal im Gesundheitswesen – dies sind die übergeordneten Zielsetzungen des  Spitalversorgungsgesetzes  (SpVG) und daraus abgeleitet die Aufgaben des Spitalamts.

Basisinstrument ist die  Versorgungsplanung  nach SpVG, die periodisch überarbeitet wird. Auf ihrer Grundlage wird die kantonale  Spitalliste erarbeitet, die gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) jene Leistungserbringer und ihr Angebot bezeichnet, die zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung und des Kantons abrechnen dürfen. Sie umfasst neben der somatischen Akutversorgung die Bereiche  Rehabilitation und Psychiatrie. Ebenso ist die Versorgungsplanung auch Grundlage  für Modellversuche, Pilotstudien oder Vernetzungsaktivitäten zwischen dem stationären Bereich und den spitalvor- und –nachgelagerten Gebieten. Eine besondere Stellung nimmt dabei die Psychiatrieversorgung  ein, die die Grundsätze „ambulant vor stationär“ und „Regionalisierung der Grundversorgung“ anstrebt.

Im  Rettungswesen plant und finanziert das Spitalamt die vom Kanton benötigten Vorhalteleistungen der Rettungsdienste sowie die Einrichtung und den Betrieb der Sanitätsnotrufzentrale 144 – letzteres in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bern und der Kantonspolizei.

Ohne genügend und gut ausgebildetes  Fachpersonal  lässt sich das Gesundheitswesen nicht betreiben. Zu diesem Zweck ermittelt das Spitalamt den Ausbildungsbedarf für alle Versorgungsbereiche und engagiert sich im Bereich der praktischen Aus- und Weiterbildung. Dazu gehören sowohl die Umsetzung der  Ausbildungsverpflichtung aller im Gesundheitswesen tätigen Leistungserbringer als auch Massnahmen zum Personalerhalt und zur Unterstützung der ärztlichen Weiterbildung bis zur Erlangung des eidgenössischen Facharzttitels.

Durch die per 1. Januar 2012 in Kraft getretene Spitalfinanzierung nach KVG finanziert der Kanton grundversicherte Spitalleistungen zu mehr als der Hälfte mit. Dies macht derzeit rund 1,2 Milliarden Franken zulasten der Steuerzahler aus. Die Spitalleistungen werden mit Tarifen  abgegolten, die zwischen den Leistungserbringern und den Versicherern ausgehandelt und anschliessend von der Kantonsregierung genehmigt werden. Können sich die Partner nicht einigen, setzt der Kanton die Tarife fest. Im vertragslosen Zustand erlässt er provisorische Abrechnungstarife. Ferner bestimmt er den kantonalen Referenztarif für ausserkantonale Hospitalisationen. In all diesen Fällen ist das Spitalamt die federführende Behörde.

Weitere Leistungen, die nicht über die Krankenversicherung oder Dritte finanziert werden, jedoch im allgemeinen öffentlichen Interesse liegen, werden vom Kanton finanziert oder subventioniert. Die Ausarbeitung der entsprechenden Leistungsverträge obliegt ebenfalls dem Spitalamt. Schliesslich ist das Spitalamt auch die Aufsichts- und Bewilligungsbehörde für alle Leistungserbringer nach Spitalversorgungsgesetz. In dieser Funktion prüft sie die Erfüllung der für den Erhalt einer Betriebsbewilligung notwendigen gesundheitspolizeilichen Voraussetzungen. Ebenfalls übt sie im Rahmen der Aufgaben und Kompetenzen des Spitalamts die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch die Leistungserbringer aus. Das Instrumentarium hierzu reicht vom Monitoring der Versorgungsleistungen über das Controlling der Leistungserbringer, inklusive Qualität  und Infrastruktur, bis hin zur Revision der Leistungsverträge.

Die Aufgaben des Spitalamtes sind trägerschaftsneutral ausgestaltet. Die Wahrnehmung der Interessen des Kantons als  Eigentümer  der Regionalen Spitalzentren (RSZ) und der Regionalen Psychiatrischen Dienste (RPD) ist aus Gründen der Gewaltentrennung beim Generalsekretariat der GEF angesiedelt.

Dem Spitalamt sind auch Aufgaben übertragen, die in enger Wechselwirkung mit der Spitalversorgung stehen. Es plant, steuert und finanziert im Rahmen der institutionellen Sozialhilfe Angebote der Gesundheitsförderung, der Prävention und der Suchthilfe. Die Steuerung erfolgt auf Basis des kantonalen Suchthilfekonzeptes (inkl. Zusatzbericht).


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