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Newsletter Kantonsarztamt - Masernfälle 2019

Starker Anstieg der Masernfälle im Kanton Bern und schweizweit

Im Kanton Bern sind seit anfangs Jahr 37 Masern-Fälle gemeldet worden (Stand 10. März 2019). Das sind zehnmal so viele wie insgesamt in den letzten drei Jahren zusammen. Am 13. März 2019 wurde eine Medienmitteilung verschickt.

Die Ärzteschaft wird aufgefordert den Impfstatus bei Patientinnen und Patienten mit Jahrgang 1964 oder jünger (Alter 55 Jahre und jünger) zu überprüfen und wo notwendig Nachholimpfungen vorzunehmen.

Um die Ausbreitung der Masern zu verhindern, leitet das Kantonsarztamt gestützt auf die Epidemiengesetzgebung die notwendigen Massnahmen zur Bekämpfung und zum Schutz der Bevölkerung ein. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Ärzteschaft und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). Bei der Abklärung eines Masern(verdachts)falls übernimmt die/der behandelnde Ärztin/Arzt folgende Aufgaben (Richtlinie BAG, Link siehe unten):

  • Obligatorische Meldung des Masernverdachtsfalls innerhalb von 24 Stunden ans Kantonsarztamt
  • Laborbestätigung des Masernfalles
  • Ausschluss zuhause bis mindestens zum Ende der Kontagiosität
  • Innerhalb des Haushalts: Suche nach und Information der Kontaktpersonen, Erhebung deren Immunstatus
  • Überwachung der potenziellen Überträger; bei Auftreten von Prodromi telefonischer Kontakt
  • In der eigenen Gesundheitseinrichtung: Suche nach und Information der Kontaktpersonen (Personal, Patienten)
  • Abklärung des Immunstatus und so rasch wie möglich Impfung (MMR) der potenziellen Überträger bei Exposition ≤ 72h
  • Individuelle Schutzmassnahmen und Gabe von Immunglobuline für Kontaktpersonen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko

Zur Vermeidung der Übertragung auf andere Patienten in Gesundheitseinrichtungen (Praxis/Spital) wird gemäss Richtlinie des BAG empfohlen:

  • Sensibilisierung des Personals (z.Bsp. Abfragen der typischen klinischen Masern-Trias am Telefon)
  • Konsultation zuhause oder zu Randzeiten/in separatem Besprechungsraum
  • Patient(in) Maske tragen lassen
  • Räume für 2 Stunden für nicht-immune Personen sperren
  • Spitaleinweisung bei unkomplizierten Fällen nach Möglichkeit vermeiden

Das Kantonsarztamt bedankt sie für die geschätzte Zusammenarbeit.

Weitere Informationen:


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