Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Newsletter Kantonsarztamt 01/2019

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen
Sehr geehrte Damen und Herren

Im ersten Newsletter des Jahres 2019 informieren wir Sie über folgende aktuelle Themen:

  • Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE): Information für Hausärzte
  • Meldepflicht bei Infektionskrankheiten
  • Gesundheitsversorgung und Infektionskontrolle für Asylsuchende im Kanton Bern
  • Empfehlungen für die Impfung gegen Diphtherie und Tetanus im Falle der Nichtverfügbarkeit des Td-pur®-Impfstoffs
  • FSME-Impfempfehlung: neu für das ganze Kantonsgebiet
  • Ambulant vor stationär bei sechs Gruppen von Eingriffen
  • Keine Verlängerung des HPV-Rahmenvertrags zwischen GDK und GlaxoSmithKline SA GSK (betrifft nur Cervarix)

Unten finden Sie eine Zusammenfassung der Themen sowie die Links zu den Dokumenten.
Wir wünschen Ihnen schöne Frühlingstage!

Linda Nartey, Kantonsärztin
Christa Leutert, Stv. Kantonsärztin

Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE): Information für Hausärzte

Spitäler, Heime und Arztpraxen sind zunehmend mit vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE) konfrontiert. Der Kurzbericht (PDF, 140 KB, 2 Seiten) informiert Sie über die aktuelle VRE-Situation in der Insel Gruppe und gibt Ihnen Hinweise für den Umgang mit VRE Patientinnen und Patienten und Kontaktpersonen in der ambulanten Arztpraxis.

Meldepflicht bei Infektionskrankheiten

Was muss wann und wie gemeldet werden? Im Leitfaden zur Meldepflicht 2019 finden Sie pro Krankheit Meldekriterien, Meldefrist und Basisinformationen übersichtlich dargestellt. Sie können die Broschüre kostenlos bestellen oder heruntergeladen.

Die aktuellen Meldeformulare finden Sie auf der Seite des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Die Meldungen ans Kantonsarztamt sind einzureichen:

  • Bevorzugt per E-Mail: info.epi.kaza@gef.be.ch. Diese Adresse ist HIN-secured.
  • Per Fax: 031 633 79 29
  • Meldungen mit raschem Handlungsbedarf (Meningokokken, Masern, …) vorab auch telefonisch: 031 636 43 85
  • Per Post: Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Kantonsarztamt, Rathausgasse 1, Postfach, 3000 Bern 8

Gesundheitsversorgung und Infektionskontrolle für Asylsuchende im Kanton Bern

Sie erhalten hier die wichtigsten Eckpfeiler für die Gesundheitsversorgung der Asylsuchenden im Kanton Bern kurz zusammenfasset, basierend auf zwei nationalen Veröffentlichungen:

Zum einen sind neu für die Infektionskontrolle die Empfehlungen (PDF, 777 KB, 70 Seiten) für Impfungen sowie zur Verhütung und zum Ausbruchsmanagement von übertragbaren Krankheiten in den Asylzentren des Bundes und den Kollektivunterkünften der Kantone publiziert worden.

Zum anderen beschreibt ein Konzept (PDF, 1 MB, 32 Seiten) die Gesundheitsversorgung für Asylsuchende in Asylzentren des Bundes und in den Kollektivunterkünften der Kantone. Das Konzept sieht vor, dass Pflegefachpersonen die medizinische Eintrittsinformation und die Erstkonsultation durchführen und bei gesundheitlichen Problemen der Asylsuchenden deren erste Ansprechpersonen in den Zentren sind. Die Pflegefachpersonen stellen den direkten und koordinierten Zugang zur Zentrumsärztin oder zum Zentrumsarzt sicher, wobei Schwangere und Kinder in der Regel direkt der gynäkologischen resp. der pädiatrischen Versorgung zugewiesen werden. Alle Asylsuchende sind obligatorisch nach KVG grundversichert.
Im Kanton Bern wird die medizinische Grundversorgung in den kantonalen Kollektivunterkünften in der Regel von Ärztinnen und Ärzte aus Einzel- oder Gruppenpraxen abgedeckt, während in den Bundesasylzentren, EVZ Ziegler und Durchgangszentrum Kappelen, das Inselspital diese Funktion übernimmt.

Mitte 2020 ändern sich die Zuständigkeiten in der kantonalen Verwaltung: Neu wird die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) für alle Belange der Asyl- und Flüchtlingssozialhilfe während den ersten fünf bzw. sieben Jahren des Aufenthaltes in der Schweiz zuständig sein. Die Polizei- und Militärdirektion (POM) bleibt zuständig für die Nothilfe und die Wegweisung von Personen mit abgelehntem Asylgesuch sowie für alle ausländerrechtlichen Belange. Für epidemiologische Fragestellungen ist weiterhin das Kantonsarztamt zuständig. Weitere Informationen zu kantonalen Migrationsfragen finden Sie auf der Internetseite der Gesundheits- und Fürsorgedirektion

Empfehlungen für die Impfung gegen Diphtherie und Tetanus im Falle der Nichtverfügbarkeit des Td-pur®-Impfstoffs

Der einzige dT-Impfstoff (Td-pur®) zur aktiven Immunisierung gegen Tetanus (T) und Diphtherie (d) von Adoleszenten und Erwachsenen wird gemäss Mitteilung der Herstellerfirma GSK in der Schweiz vom Markt genommen.

Das BAG hat deshalb Ersatzimpfempfehlungen (PDF, 153 KB, 2 Seiten) publiziert. 

FSME-Impfempfehlung: neu für das ganze Kantonsgebiet

Die Anzahl Fälle von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) nehmen seit mehreren Jahren stark zu und erreichten 2018 Rekordwerte, dies sowohl im Kanton Bern als auch in der ganzen Schweiz (Kanton Bern 65 Fälle, national 377 Fälle). Angesichts dieser Entwicklung passte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Risikogebiete an: Neu wird die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis in der ganzen Schweiz empfohlen – mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin. Der gesamte Kanton Bern ist somit Risikogebiet. Die Fälle verteilten sich in den letzten Jahren über das ganze Kantonsgebiet.

Die Indikation für die Impfung bleibt im Übrigen unverändert: Sie betrifft alle Erwachsenen sowie Kinder ab 6 Jahren, welche in einem Risikogebiet wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten. Die Situation von Kindern im Alter von ein bis fünf Jahren muss individuell geprüft werden. Eine Impfung erübrigt sich für Personen, die kein Expositionsrisiko aufweisen, das heisst sich nicht in der Natur aufhalten.

Die Kosten der FSME-Impfung werden durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) (abzüglich Selbstbehalt und Franchise) oder durch den Arbeitgeber vergütet (bei beruflich bedingter Exposition).

Zum BAG Bulletin-Artikel (PDF, 1 MB, 3 Seiten)

Ambulant vor stationär bei sechs Gruppen von Eingriffen

Seit dem 1. Januar 2019 wird (basierend auf der Änderung der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KLV) vom 30. November 2018) bei sechs Gruppen von Eingriffen (Liste siehe Anhang 1a KLV) nur noch die ambulante Durchführung vergütet, ausser es liegen besondere Umstände vor, die eine stationäre Durchführung erfordern.

Zur Definition/Eingrenzung der „besonderen Umstände“ dient eine Liste mit Ausnahmekriterien (Tabellen II Anhang 1a KLV). Liegen Umstände vor, die nicht auf dieser Liste aufgeführt sind und die trotzdem eine stationäre Behandlung erfordern, ist vorgängig an die stationäre Durchführung zwingend eine Kostengutsprache durch die Versicherer einzuholen.

Bitte beachten Sie die Kriterien bei der Zuweisung von Patienten an die Spitäler, und legen Sie die notwendigen Unterlagen und Informationen dem Zuweisungsschreiben bei.

Keine Verlängerung des HPV-Rahmenvertrags zwischen GDK und GlaxoSmithKline SA GSK (betrifft nur Cervarix)

GlaxoSmithKline SA (GSK) hat der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) mitgeteilt, dass sie den Rahmenvertrag zu den HPV-Impfungen nicht verlängern wird. Somit ist der Impfstoff Cervarix® per 1. Juli 2019 nicht mehr Bestandteil der Vertragslösung zur Vergütung von HPV-Impfungen. Folglich kann der Impfstoff auch nicht mehr über die für die HPV-Impfungen ausgehandelten Tarifverträge abgerechnet werden. Wir bitten Sie, Impfstoffbestellungen von Cervarix® möglichst bedarfsgenau vorzunehmen, um unnötige Restbestände zu verhindern.


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.gef.be.ch/gef/de/index/direktion/organisation/kaza/aktuell/newsletter_201901.html