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Newsletter Kantonsarztamt COVID-19 10/2020

Das BAG hat in den letzten Tagen keine grossen Strategie-Änderungen mehr vorgenommen. Trotzdem erreichen uns viele Fragen aus Ihren Reihen, weshalb wir Ihnen mit diesem Newsletter verschiedene Informationen zur Verfügung stellen, die Sie dabei unterstützen können, Ihre Tätigkeit weiter auf den Pandemieverlauf auszurichten.

Wir verweisen auch auf den BEKAG COVID-19 Newsletter, der unter anderem auf Informationen aus KAZA und GSI basiert (https://www.berner-aerzte.ch/startseite/coronavirus.html).

Regionale / lokale Organisation

Da aktuell nur beschränkte Mengen an Test- und Schutzmaterial vorhanden sind, können nicht alle Ärztinnen und Ärzte die SARS-CoV-2-Tests durchführen. Der Kanton, die GSI zusammen mit dem KFO, setzen alle Hebel in Bewegung und scheuen weder Aufwand noch Kosten, um Schutz- und Testmaterial zu beschaffen. Das tun gleichzeitig auch alle anderen Kantone, der Bund und alle anderen betroffenen Länder, wodurch selten grosse Mengen gleichzeitig beschafft werden können. Trotzdem sind nun auch Lieferungen verschiedener dringend benötigter Materialien auf dem Weg in den Kanton Bern. Die Verteilung wird weiterhin strikt nach Prioritäten vorgenommen, je mehr Material beschafft werden kann, je mehr Institutionen und ambulant Tätige können beliefert werden.

Parallel zu Materialbeschaffung, wird alles vorbereitet um die Testkapazitäten so wie auch die Laborkapazitäten zu steigern. Es sind Testzentren und die Verstärkung der Praxen, die Test-Container oder Zelte betreiben im Gange. Weitere Angebote wie Testbusse sind in Abklärung. All das kann aber erst mit dem Eintreffen von ausreichendem Schutz- und Testmaterial realisiert werden.

Die Testkriterien des BAG sind weiterhin einzuhalten. Ausnahmen können bei Mitarbeitenden und Be-wohnenden von Institutionen (Gefängnisse, Asylzentren, Frauenhäuser, Kinder- und Jugendheime, Kindertagestätten) gemacht werden, wenn ein positives Testresultat organisatorische Konsequenzen betreffend Isolation und Quarantäne hat.

Einige Arztpraxen und Notfalldienste sind von Personalengpässen betroffen. Sei dies, weil Medizinal-/Gesundheitsfachpersonen selber in Isolation oder Quarantäne sind oder sei dies, weil gewisse Tätig-keiten nicht mehr von Fachpersonen mit besonderer Gefährdung ausgeführt werden können. In einigen Regionen haben sich Kolleginnen und Kollegen daher abgesprochen und organisiert. So sind «Test-Praxen», telefonische Sprechstunden und erhöhte Notfalldienst Kapazitäten entstanden. Viele berichten, dass sie die «Ruhe vor dem Sturm», die durch das Verbot der elektiven Tätigkeit entstanden ist, zur intensiven Vorbereitung aber auch zum Ausruhen nutzen.

Für alle, die nun vermehrt Covid-19 Tele-Beratung anbieten, stellt das Coronavirus-Check-Tool vom BAG: https://bag-coronavirus.ch/check/ ein hilfreiches Tool dar.

Wir danken all jenen, die sich vorausschauend in ihren Kreisen, Bezirken und Regionen organisiert haben und möchten alle anderen ermuntern, dies auch noch zu tun

Palliative Care und gesundheitliche Vorausplanung

Mit fortschreitender Pandemie müssen wir und auf eine Überlastung des Gesundheitssystems und auf sehr schwierige Entscheide vorbereiten. Die angepassten Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) geben Leitlinien für Behandlungsentscheiden bei knappen Ressourcen.

Unterstützen Sie ältere Patienten und insbesondre jene mit besonderer Gefährdung gemäss BAG und deren Angehörige und/oder Vertretungsberechtigten bei der Entscheidung welche Massnahmen (lebenserhaltende Massnahmen, Hospitalisation, Intensivbehandlung bis hin zu einer Beatmung, Reanimation) im Falle einer COVID-19 Erkrankung mit schwerem Verlauf getroffen oder unterlassen wer-den sollen. Insbesondere sind folgende Fragen zu klären sowie diese in Form einer Patientenverfügung schriftlich festzuhalten:

  • Sollen lebenserhaltende Massnahmen ergriffen werden und welche?
  • Ist dazu bei medizinischer Notwendigkeit eine Hospitalisation erwünscht?
  • Falls ja: Entspricht auch eine intensivmedizinische Behandlung (insbesondere Beatmung) dem persönlichen Wunsch?

Websites mit Beispielen für Patientenverfügungen:

Die Fachgesellschaft pallitative.ch publiziert auf ihrer Webseite Wissenswertes zum Coronavirus und laufend neue Empfehlungen für Fachpersonen.

Auch das Universitäre Zentrum für Palliative Care des Inselspitals hat auf seiner Webseite verschiedene Dokumente zum Thema «Palliative Care für COVID-19 Pandemie» aufgeschaltet.

Webseite Kanton Bern

Auf der Webseite www.be.ch/corona finden Sie die offiziellen Informationen des Kanton Bern. Wir empfehlen Ihnen, die Infos für Gesundheitsfachpersonen regelmässig anzuschauen, da darauf die für Sie relevanten Informationen von allen kantonalen Ämter zu finden sind.

Im Übrigen liefert weiterhin die BAG Webseite die für die gesamte Schweiz gültigen Informationen und Empfehlungen.

Anmelden und Anfordern von Unterstützung durch Gesundheitsfachpersonen

Im Auftrag des Kantonalen Führungsorgans (KFO) wurde eine Meldeplattform eingerichtet, auf der sich Ärztinnen und Ärzte aller Fachrichtungen ab sofort und auf freiwilliger Basis für mögliche Einsätze registrieren können. Dauer und Ort der Einsätze richten sich nach den Verfügbarkeiten und Möglichkeiten der registrierten Ärztinnen und Ärzte. Falls Sie freiwillige Einsätze leisten möchten, loggen Sie sich bitte via www.be.ch/corona ein und wählen in der Menüliste «Meldeportal Einsätze». Anschliessend können Sie sich registrieren (das Portal sollte noch am Freitag aktiv geschaltet werden). 

 

Schutzmaterial

Hausärztinnen und Hausärzte sowie Kinderärztinnen und Kinderärzte aus dem Kanton Bern können Hygienemasken weiterhin über info.kaza@be.ch bestellen. Sofern vorhanden, werden diese jeweils Mittwoch bis Freitag ausgeliefert. Sobald auch weiteres Schutzmaterial, wie Schutzmäntel und Schutzbrillen verfügbar ist, werden wir Sie informieren.


Weitere Informationen

 


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Informationen über diesen Webauftritt

https://www.gef.be.ch/gef/de/index/direktion/organisation/kaza/aktuell/newsletter-kantonsarztamt0.html