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Newsletter Kantonsarztamt - Ausnahmeregelungen von der Quarantäne bei Gesundheitsfachpersonen

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen

Personen, die engen Kontakt hatten zu einer Person, die mit SARS-CoV-2 infiziert ist, müssen zehn Tage in Quarantäne.

Angesichts der hohen Inzidenz an Covid-19 Erkrankungen bleiben aber auch Gesundheitsfachpersonen nicht verschont und manche Kollegen und Kolleginnen, ihre Mitarbeitenden oder Angehörige der Pflege oder anderer Therapeutischer Berufe müssen in Quarantäne oder sogar in Isolation gehen. Dies kann zu Engpässen in der Gesundheitsversorgung führen, was sich nachteilig auf die Qualität der Versorgung und die Sicherheit der Patienten und Patientinnen auswirken kann.
Aus diesem Grund hat das Kantonsarztamt folgende Massnahmen zur Erleichterung der Quarantäne bei akutem Personalmangel im Gesundheitswesen entschieden.

Die Ausnahmeregelung von den Quarantäne-Vorgaben für Personen aus dem Gesundheitswesen (Ärztinnen/Ärzte, Pflegepersonal, Rettungssanitäter, Pflegende, Hebammen und andere Berufe im Gesundheitswesen) kommt nur zur Anwendung, wenn akuter Personalmangel besteht, welcher nicht durch externes Personal behoben werden kann.

Die Ausnahmen können nur Personen mit Schlüsselfunktionen gewährt werden und nicht ganzen Betrieben. Wirtschaftliche Erwägungen, wie die Generierung von Mehrkosten, sind keine ausreichenden Begründungen, um eine Ausnahme zu beantragen.

  • Möchte der Arbeitgeber die Mitarbeiterin/den Mitarbeitenden in Quarantäne vor der Rückkehr zur Arbeit testen lassen, gehen die Kosten zulasten der Arbeitgebenden.
  • Der Arbeitsweg unterliegt strengen Hygienemassnahmen und darf nur mit dem eigenen privaten Transportmittel oder zu Fuss getätigt werden. Die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel muss vermieden werden.
  • Die Personen halten die Abstand- und Hygieneregeln strikt ein: Tragen einer Hygienemaske während der gesamten Arbeitszeit, und konsequente Hand- sowie Oberflächenhygiene 
  • Die Personen sind nach Möglichkeit in Arbeitsfeldern einzusetzen, die keinen unmittelbaren Kontakt mit anderen Personen erfordern oder vorzugsweise bei Personen, die zu keiner Risikogruppe gehören.
  • Die Pause und Essenszeit am Arbeitsplatz muss gesondert von anderen Personen verbracht werden.
  • Die Quarantäne muss ausserhalb der Arbeitszeiten weiterhin eingehalten werden (soziale Quarantäne). 
  • Die Person darf keine Anzeichen von Covid-19 Symptomen verspüren. Bei Aufkommen von Symptomen muss sich die Person sofort nach Hause in Isolation begeben und sich testen lassen.
Personen, die eine bestätigte Covid-Infektion haben, müssen weiterhin mindestens zehn Tage (gemessen ab Symptombeginn) in Isolation. In der aktuellen Lage gibt es dafür keine Ausnahmen. Dies kann, abhängig vom Pandemieverlauf, vom Kantonsarztamt zu einem späteren Zeitpunkt nochmals evaluiert werden.
 

Meldung an den Kanton

  • Arbeitgeber oder selbstständig Erwerbende verfassen eine Meldung mit Begründung, weshalb die jeweilige Tätigkeit absolut notwendig ist, und stellen sie dem Kanton zu. Der Eingang der Meldung wird nicht bestätigt. Das Kantonsarztamt behält sich vor, allfällige Ausnahmen von der Quarantäne abzulehnen. 
  • Medizinal- und Gesundheitsfachpersonen aus ambulanten Betrieben, z.B. Arztpraxen, Physio, etc., senden die Meldung an das Kantonsarztamt (epi@be.ch). 
  • Bei Alters-, Pflege- und Behindertenheimen sowie Spitex erfolgt die Meldung an das ALBA (info.alba@be.ch). 
  • Bei Einrichtungen der Suchhilfe: info.gfs.spa@be.ch
  • Bei Spitälern erfolgt die Meldung an das SPA und das KAZA (info.spa@be.ch und epi@be.ch).
Besten Dank für Ihre Kenntnisnahme. 
 
Freundliche Grüsse
Linda Nartey, Kantonsärztin
 
 
 
 
 

05.11.2020 / kaza 


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