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Newsletter Kantonsarztamt COVID-19 18/2020

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen
Sehr geehrte Damen und Herren

Impfempfehlungen

Gerne informieren wir sie mit diesem Newsletter über

Zusammenfassung Priorisierung der Impfempfehlung

Gemäss Impfstrategie sollen zu Impfbeginn prioritär die Zielgruppe der besonders gefährdete Personen Zugang zur Impfung erhalten. Da die Impfstoffmengen anfangs begrenzt sind, ist innerhalb dieser Impfzielgruppe eine weitere Priorisierung notwendig. Diese wird in der Impfempfehlung folgendermassen definiert und zur Umsetzung empfohlen:

  1. Personen ab dem Alter von 75 Jahren sollen prioritär Zugang zur Impfung erhalten.
    Falls möglich sollen gleichzeitig
  2. Erwachsene mit chronischen Krankheiten (alias «Vorerkrankungen») mit höchstem Risiko (siehe Tabelle 2 in Kapitel 4) unabhängig vom Alter geimpft werden.
  3. Es folgen Personen im Alter von 65–74 Jahren
    sowie
  4. Erwachsene unter 65 Jahre mit chronischen Krankheiten, die noch nicht geimpft wurden.

Sie finden die Impfempfehlung unter folgenden Link: https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/information-fuer-die-aerzteschaft/dokumente-fuer-gesundheitsfachpersonen.html

(Bitte beachten Sie, dass die französische und italienische Version noch in der Finalisierungsphase ist und später aufgeschaltet wird)

Informationsprodukte Bevölkerung/Fachpersonen

Sie finden die final gelayouteten Informationsprodukte vorläufig auf der Webseite des Kantons.

1) Für die Patienteninformationen / Informationen für die Bevölkerung:

Alle Informationsprodukte für die Bevölkerung werden künftig auf dem Informationshub zur Covid-19 Impfung des BAG abgelegt https://bag-coronavirus.ch/downloads/downloads-covid-19-impfung/

2) Für die Fachpersonen

Alle Informationsprodukte für Fachpersonen finden Sie auf der BAG Webseite.

Und die FAQs hier.

3) Die FAQs von InfoVac. Auf der Seite www.infovac.ch finden Sie ebenfalls weiterführende Informationen zur Covid-19 Impfung.

4) Gebrauchsanweisung Vorbereitung BioNTech/Pfizer Impfstoff von BBraun (beinhalten Fotos der Materialien, die in den Impfsets geliefert werden)

5) Die Fach- und Patienteninformation werden auf dem Arzneimittel-Informations-Publikations-System (AIPS) publiziert: swissmedicinfo.ch

Erklärfilme:
Im Downloadbereich der Informationshub (https://bag-coronavirus.ch/downloads/). Sind zudem folgenden zwei Filme für Ihre Kommunikationsaktivitäten verfügbar. Weitere Filme werden laufend ergänzt:

  • Swissmedic erklärt: wie und warum Impfstoffe im Körper wirke
  • So funktioniert ein mRNA Impfstoff

Infolines:

  • Fachpersonen können bei Fragen zur Covid-19-Impfung auf die etablierte «Infoline Coronavirus für Gesundheitsfachpersonen» anrufen: +41 58 462 21 00 (täglich 7–20 Uhr).
  • Für allgemeine Impffragen aus der Bevölkerung wurde eine zusätzliche Nummer eingerichtet: Infoline Covid-19-Impfung +41 58 377 88 92 (täglich 6–23 Uhr). 

Massnahmen bei Einreisenden aus UK und aus Südafrika:

Nach der Entdeckung einer neuen, ansteckenderen Variante des Coronavirus in Grossbritannien und Südafrika hat der Bundesrat Massnahmen beschlossen, um die weitere Ausbreitung der neuen Virusvariante möglichst zu verhindern:

  1. Rückwirkende Quarantäne: Alle Personen aus den beiden Ländern, die nach dem 14. Dezember 2020 eingereist sind, müssen sich in Quarantäne begeben.
  2. Einreiseverbot: Der Bundesrat hat zudem ein grundsätzliches Einreiseverbot für alle Ausländerinnen und Ausländer beschlossen, die aus Grossbritannien und Südafrika in die Schweiz einreisen wollen. Damit sind insbesondere touristische Reisen aus diesen Ländern ausgeschlossen.
  3. Alle reisenden die seit dem 14.12. aus Grossbritannien und Südafrika eingereist sind müssen sich testen lassen, auch wenn sie asymptomatisch sind. Dies soll über einen Schnelltest gemacht werden, die Kosten werden vom Bund übernommen. Wenn das Resultat dieses Schnelltests positiv sein sollte muss eine PCR zur Bestätigung durchgeführt werden.

«Pädiatrisches Entzündliches Multisystem-Syndrom, PIMS»

Wir weisen Sie auf den Newsletter der VBHK vom 23.12.2020 betreffend Häufung von Fällen mit hyperinflammatorischem Post-COVID Syndrom (PIMS-TS bzw. MIS-C) bei Kindern in der Region Bern hin.

Seit Mitte November 2020 beobachtet die Kinderklinik am Inselspital eine Häufung von Fällen mit der seltenen Post-COVID Erkrankung PIMS-TS bzw. MIS-C bei Kindern und Jugendlichen. Das Krankheitsbild wurde erstmals im April 2020 im Rahmen der ersten Welle beschrieben (vgl. → Newsletter Pädiatrie Schweiz - https://www.paediatrieschweiz.ch/news/covid-19-fragen-und-antworten-teil-11/ ). Erkrankte Kinder brauchen mehrheitlich eine intensivmedizinische Behandlung und eine aggressive anti-inflammatorische Therapie.

Die Verdachtsdiagnose in der Primärversorgung sollte gestellt werden bei:

  1. Fieber und schlechtem Allgemeinzustand über ≥ 3 Tage UND
  2. hohem CRP (100->300 mg/l) UND
  3. Klinischer Symptomatik mit
    a. Zeichen von Kawasaki Syndrom ODER
    b. Abdominalsymptomen (Bauchschmerzen, peritoneale Reizung, Diarrhoe) ODER
    c. Kreislaufschock (wie bei Sepsis oder Toxic Shock Syndrom)
    Säuglinge und Kleinkinder präsentieren sich häufiger mit einem «Kawasaki-like»-Bild, während bei Schulkindern und Jugendlichen oft die abdominale Symptomatik dominiert. Letztere kann sich als echte Appendicitis oder als Pseudoappendicitis manifestieren und ggf. zu nicht indizierter Appendektomie führen. In der Erfahrung der Kinderklinik ist das radiologische Korrelat typischerweise eine mesenteriale Lymphadenopathie.

SARS-CoV-2 PCR bzw. Schnelltests sind mehrheitlich negativ, die Antikörper hingegen fast immer positiv. Meist liegt eine 4 - 6 Wochen zurückliegende, häufig asymptomatische Infektion vor.

Empfohlenes Vorgehen in der Primärversorgung:
Bei Erfüllung der oben genannten Kriterien empfehlen wir die notfallmässige Zuweisung in die Kinderklinik des Inselspitals. Die virologischen Befunde sind nicht abzuwarten. Eine interdisziplinäre Betreuung (Notfallmedizin, Infektiologie, Intensivmedizin, Kinderchirurgie, Kardiologie) ist für das optimale Management nötig.

Die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie wird zusammen mit der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin Anfang Januar einen Newsletter mit den neuen Guidelines für die Behandlung des PIMS publizieren.

Für die gute Zusammenarbeit sowie für Ihr Engagement für die Gesundheit der Berner Bevölkerung danken wir Ihnen herzlich und wünschen Ihnen besinnliche und erholsame Momente während den bevorstehenden Festtagen und Gesundheit und Erfolg für 2021.

Das Team des Kantonsarztamts 

 

23.12.2020 / kaza 


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