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Newsletter Kantonsarztamt - COVID-19 05/2021

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

Gerne informieren wir Sie über folgende Neuerungen:

Ausnahme Quarantäne bei Geimpften

Im Kanton Bern sind gemäss Entscheid des Gesundheitsdirektors neu Personen ab dem 15. Tag nach einer gemäss Empfehlung des BAG vollständig durchgeführten COVID-19-Impfung von der Kontaktquarantäne ausgenommen. Dies soll im Contact Tracing des Kantons und im Contact Tracing der Spitäler umgesetzt werden. Dies gilt jedoch nicht für die Einreisequarantäne, welche in der Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (Covid-19) im Bereich des internationalen Personenverkehrs geregelt ist.

Ausnahme Quarantäne bei Gesundheitsfachpersonen

Die Ausnahmeregelung von den Quarantäne-Vorgaben für Personen aus dem Gesundheitswesen (Ärztinnen/Ärzte, Pflegepersonal, Rettungssanitäter, Pflegende, Hebammen und andere Berufe im Gesundheitswesen) kann beansprucht werden

  • Unabhängig von der Coronavirus Variante
  • Jedoch nur, wenn akuter Personalmangel besteht, welcher nicht durch externes Personal behoben werden kann. Bitte lesen Sie dazu die genauen Bestimmungen im Newsletter «Ausnahmeregelungen von der Quarantäne bei Gesundheitsfachpersonen» vom 5.11.2020

Neue Testempfehlung des BAG bei Kindern

Informationen zu Testungen

  • Eine schematische Übersicht zur Teststrategie des BAG finden Sie auf der Internet Seite des BAG (Teststrategie BAG)
  • Testungen bei Gesundheitsfachpersonen am Tag 7 der Quarantäne zur frühzeitigen Aufhebung der Quarantäne können sowohl mit einem PCR Test wie auch mit einem Ag-Schnelltest erfolgen. Die Auflage des BAG, Gesundheitsfachpersonen nicht mit einem Ag-Schnelltest zu testen, gilt einzig für symptom- und fallorientiertes Testen.
  • Laut den «Verdachts-, Beprobungs- und Meldekriterien vom 12.03.2021» des BAG braucht es beim symptom- und fallorientierten Testen (diagnostischer Test), bei einem positiven Ag-Schnelltest keine Bestätigung durch eine PCR. Diese wird vom Bund auch nicht vergütet. Nur bei folgenden Ausnahmen sollte direkt eine PCR gemacht werden:
    • Symptombeginn vor mehr als 4 Tagen
    • Besonders gefährdete Person
    • Person arbeitet im Gesundheitswesen mit direktem Patientenkontakt
    • Person hat die 2. Impfdosis vor mindestens 7 Tagen erhalten und es besteht ein Verdacht auf eine erneute Infektion > 3 Monate nach vorgängig positivem Test.

Wir bitten Sie, bei symptomatischen Personen, die nicht zu einer dieser Kategorie gehören, die positiven Ag-Schnellests nicht durch eine PCR zu bestätigen.

  • Bei Personen mit erneut COVID-19 verdächtigen Symptomen mit vorgängig bestätigter COVID-19 Erkrankung, aber ohne Immundefizienz und nach Genesung (d.h. nach einem Intervall mit deutlicher Regredienz der Symptome), muss an eine Re-Infektion gedacht werden. Dabei kann es sich um eine Infektion mit neuartigen, bisher unbekannten Virusvarianten handeln. Deshalb soll bei bestätigter Re-Infektionen eine diagnostische Sequenzierung erfolgen.
    Bei Verdacht auf eine Re-Infektion gelten folgende Testempfehlungen:
    -> Vorgängige COVID-19 Diagnose vor ≤ 3 Monaten: Es sollte zuerst ein Antigen-Schnelltest durchgeführt werden. Fällt dieser positiv aus, liegt eine erhöhte Viruslast vor und es handelt sich wahrscheinlich um eine Re-Infektion. Es sollte unmittelbar nach positivem Antigen-Schnelltest eine PCR durchgeführt werden, wenn möglich vor Ort der Probeentnahme des Antigen-Schnelltests. Der Verdacht auf Re-Infektion sollte auf dem PCR Laborauftrag erwähnt werden. Im Fall einer positiven PCR wird der kantonsärztliche Dienst eine diagnostische Sequenzierung veranlassen. Bitte schicken Sie in diesem Fall eine Mail an epi@be.ch.
    -> Vorgängige COVID-19 Diagnose vor > 3 Monaten: Es sollte direkt eine PCR durchgeführt werden. Der Verdacht auf Re-Infektion sollte auf dem PCR Laborauftrag erwähnt werden. Im Fall einer positiven PCR wird der kantonsärztliche Dienst eine diagnostische Sequenzierung veranlassen. Wir bitten Sie (Verdachts)fälle von Re-infektionen unter epi@be.ch zu melden.

Vorgehen bei persistierenden Symptomen bei isolierten Patienten

Wir erlauben uns, Sie nochmals über das Vorgehen bei COVID positiven Personen mit persistierenden Symptomen nach Abschluss einer 10-tägigen Isolation zu informieren. Die Isolation kann vom Contact Tracing Team auf 14 Tage verlängert werden. Wenn danach weiterhin Symptome vorhanden sind, muss eine ärztliche Evaluation durch die Hausärztin oder den Hausarzt erfolgen, bei der untersucht wird, ob die Symptome noch mit der COVID-19-Erkrankung zusammenhängen und somit ein Infektionsrisiko für andere Personen darstellen könnten, oder ob die Symptome aus einer schon bestehenden Grunderkrankung resultieren.
Es muss ein ärztliches Zeugnis erstellt und dem Contact Tracing bzw. dem Kantonsärztlichen Dienst (epi@be.ch) zugestellt werden. Basierend auf dieses Zeugnis wird die Isolation aufgehoben oder verlängert.

Besten Dank für Ihre Kenntnisnahme.

Freundliche Grüsse
Linda Nartey, Kantonsärztin

30.03.2021 / kaza 


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