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Newsletter Kantonsarztamt - COVID 19 03/2021

Newsletter Kantonsarztamt - COVID-19 03/2021

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

Da die epidemiologische Situation rund um die neuen Varianten von SARS-CoV-2 (VOC=Variant of Concern) sehr dynamisch ist, erscheint unser Newsletter zurzeit regelmässiger. Bitte nehmen Sie folgende beiden Informationen zur Kenntnis:

Keine Lockerung der Quarantäne bei Gesundheitsfachpersonen bei VOC oder VOC-Verdacht
Wenn Gesundheitsfachpersonen in Quarantäne müssen, weil sie Kontakt zu einem VOC-Fall hatten, können keine Quarantäne-Lockerungen genehmigt werden. Dies gilt auch, wenn es sich um einen VOC-Verdachtsfall handelt. Die Ausnahmeregelung der Quarantänen, die nicht im Zusammenhang mit einer VOC stehen, oder wenn sich ein VOC-Verdachtsfall nicht bestätigt, können wie bisher bei akutem Personalmangel, der nicht durch externes Personal behoben werden kann, für Personen mit Schlüsselfunktionen gewährt werden (weitere Informationen: Newsletter vom 05.11.2020 und Newsletter vom 13.11.2020).

Vorgehen bei VOC-Verdacht
Wenn Sie eine Person testen, bei der ein VOC-Verdacht vorliegt, ist es wichtig, dass Sie einen PCR-Test und nicht einen Antigen-Schnelltest durchführen. Denn nur bei einem PCR-Test kann bei einem positiven Befund zusätzlich eine Mutationsanalyse durchgeführt werden.
Zurzeit führen bereits viele Labore im Kanton Bern eine Mutationsanalyse durch. Klären Sie bitte vorgängig ab, ob Ihr Labor eine Mutationsanalyse durchführen kann. Falls Ihr Labor (noch) keine Mutationsanalysen anbietet, empfehlen wir, die Probe direkt an ein anderes Labor zu schicken, welches diese Analyse durchführen kann. Wichtig ist, dass Sie die Proben als VOC-Verdacht kennzeichnen, damit das Labor die Mutationsanalyse durchführt. Die Kosten für die Mutationsanalyse werden vom Bund übernommen. Wir organisieren aktuell, dass bei allen positiven PCR-Tests aus dem Kanton Bern standardmässig eine Mutationsanalyse erfolgt. Sobald dies flächendeckend eingeführt ist, werden wir Sie darüber informieren.

Wir bitten Sie ausserdem folgende Information des Sonderstabs der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern zu beachten:

Informationen zum Einbezug der Arztpraxis in die Berner Impfstrategie
Wie Sie wissen, hat der Kanton diese Woche den Impfbetrieb in mehreren Impfzentren und in Alters- und Pflegeheimen mittels mobiler Teams erfolgreich aufgenommen. Dies hat sich sicherlich auch in zunehmenden Nachfragen von Ihren Patientinnen und Patienten in Ihrem Arbeitsalltag niedergeschlagen. Sobald absehbar wird, wann die ersten Impfstofflieferungen aufgrund der breiteren Impfstoffverfügbarkeit an Ihre Arztpraxen möglich sein werden, wird der Kanton umgehend auf Sie zukommen, um Sie in die Berner Impfaktion einzubeziehen.

Die Voraussetzungen für die Impfung in Ihren Arztpraxen sind ausschliesslich das Vorhandensein eines medizinischen Kühlschranks zur fachgerechten Lagerung des Impfstoffs sowie der Zugang zur vom Kanton entwickelten digitalen Lösung VacMe, welche Ihnen zur Dokumentation der Impfung und für das anschliessende Reporting zur Verfügung stehen wird. In Bezug auf den Kühlschrank wird dieser entweder eine Zertifizierung aufweisen müssen oder der Impfstoff separat monitorisiert sein (Logger). Die genauen Anforderungen befinden sich in Klärung und werden im nächsten Schreiben kommuniziert. Wir arbeiten zudem mit Hochdruck daran, dass auch der Verrechnungsprozess durch VacMe abgebildet werden kann, damit das Tool Ihnen den administrativen Rundumservice bieten kann. In Bezug auf den Tarif können wir Ihnen zurzeit den vom Bundesrat am vergangenen Mittwoch beschlossenen Abrechnungsbetrag von CHF 14.50 pro Impfung garantieren. Die Verhandlungen auf Bundesebene rund um darüber hinausgehende Abrechnungsbeträge liegen zurzeit bei den Berufsverbänden.

In den Impfzentren und im Rahmen von Einsätzen mobiler Teams wird zurzeit prioritär die Berner Impfgruppe A geimpft (dies entspricht den über 75-Jährigen). Die Freigabe der nächsten Impfgruppe B (Personen mit chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko) ist jedoch sehr bald zu erwarten. Mit Ihrer schriftlichen Bestätigung für Personen, welche an chronischen Krankheiten mit höchstem Risiko leiden, leisten Sie bereits jetzt einen wichtigen Beitrag zur Priorisierung dieser besonders gefährdeten Personengruppe.

Wir wissen, dass viele von Ihnen bereit für die Impfung sind und schätzen dies ausserordentlich. Um die volle Impfkapazität im Kanton Bern zu erreichen, brauchen wir Sie. In einem ersten Schritt werden wir auf Praxen zugehen, welche sich abgelegen von den Standorten der Impfzentren befinden.

PS: Sollten Sie Fragen zur Registrierung Ihrer Patientinnen und Patienten in VacMe haben, stehen wir Ihnen unter info.vac@be.ch gerne zur Verfügung. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie hier (PDF, 828 KB, 11 Seiten). Ausschliesslich für Sie als Ärztinnen und Ärzte und zur Beantwortung Ihrer medizinischen Fachfragen steht Ihnen med.vac@be.ch mit fachärztlichem Rat zur Verfügung.

Wir danken Ihnen bereits jetzt herzlich für Ihren wertvollen Einsatz und Ihre Mithilfe.

19.01.2021 / KAZA


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