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Newsletter Kantonsarztamt COVID-19 12/2020

Die Lockerung der Eindämmungsmassnahmen durch den Bund hat Auswirkung auf in Ihrer Tätigkeit relevante Aspekte. Gerne fassen wir nachfolgend zusammen. Die detaillierten Informationen und Dokumentationen finden Sie wie immer auf der BAG Webseite. Es ist davon auszugehen, dass in der nächsten Phase wieder häufiger Anpassungen in den Dokumenten vorgenommen werden müssen. Wir bitten Sie daher regelmässig die BAG Webseite zu konsultieren und die Versions Daten der Dokumente zu beachten.

Erweiterung der COVID-19 Teststrategie und Vergütung der Analyse

Per 24. April 2020 hat das Bundesamt für Gesundheit BAG die «Teststrategie» erneut angepasst.

Labor Analysen

Der Test (SARS-CoV-2 PCR) wird allen Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung (z.B. Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl oder Muskelschmer-zen oder plötzlich auftretender Anosmie oder Ageusie (Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns) empfohlen.

Serologische Tests werden weder von BAG noch von den Kantonen für die Durchführung ausserhalb von klinisch/epidemiologischen Studien empfohlen und sie werden nicht vergütet.

Es gelten die Vorgaben gemäss Faktenblatt des BAG.

Die Laboraufträge müssen gemäss Faktenblatt vollständig ausgefüllt sein und über die Fallkonstellation Auskunft geben. Insbesondere bei Personen, die die klinischen Kriterien erfüllen aber nicht in die Fallkostellation zu Lasten OKP oder UVG fallen, ist anzugeben, welche klinischen Symptome erfüllt sind.

Ausserdem sind folgende Angaben für alle Fallkonstellationen zwingend:

  • Vollständige Angaben des/der AuftraggeberIn inkl. Telefon und
  • Vollständige Angaben des/der PatientIn inkl. Telefon (Contact Tracing) 
 

Rechnungsstellung für die Laboranalysen

  • erfolgen direkt durch die Laboratorien.
  • Es werden ausschließlich einfache SARS-CoV-2 PCR Tests vergütet, keine Multiplex Tests und keine Serologischen Tests.
  • Rechnungen für Laboranalysen mit Laborauftrag, der die Angaben gemäss obigen Abschnitt «Laboraufträge» nicht erfüllt, werden zurückgewiesen.

Schutzmassnahmen bei der Abstrich-Entnahme, bzw. im Kontakt mit Verdachts- bzw. bestätigten Fälle gemäss Empfehlungen zur Anwendung von Schutzmaterial für (Gesundheits-)Fachpersonen

Link bzw. Swissnoso Empfehlungen unter https://www.swissnoso.ch/forschung-entwicklung/aktuelle-ereignisse/

Meldepflicht

Neben den Testkriterien wurden auch die Meldekriterien angepasst. Ab Montag, 11. Mai werden die Meldungen zum klinischen Befund wieder für alle COVID-19 Patienten, also auch die ambulanten, obligatorisch.

Die Laboratorien sind verpflichtet bei der obligatorischen Labormeldung auch die Kontaktangaben inkl. Telefonnummern der Patienten auf dem Meldeformular anzugeben, damit das Contact Tracing bei positivem Test zeitnah beginnen kann.

Der/die Auftrag gebende Arzt/Ärztin ist daher verpflichtet diese Angaben auf dem Labor-Auftrag vollständig anzugeben. Siehe oben unter Labor Analysen.

Covid-19 Erkrankung bei Medizinal- und Gesundheitsfachpersonen

Ärztinnen/Ärzte, die selbst positiv auf SARS-CoV-2 getestet bzw. an COVID-19 erkrankt sind, denken neben der Meldepflicht gemäss BAG auch an das Contact-Tracing bei den eigenen Patienten und den im Betrieb Mitarbeitenden mit welchen Sie engen Kontakt hatten!

  • Bei Kontaktsituation in Praxis: Information und Instruktion von Personal (und Patienten), welche mit dem Indexpatienten in der infektiösen Periode ohne Schutzmaske engen Kontakt (<2m, >15 Min.) hatten. Kontaktliste an KAZA.

Contact Tracing KAZA

Seit dem 28. April 2020 wird das Contact Tracing bei Haushalt- und Intimkontakten durch das KAZA mit Unterstützung von sogenannten «Contact Tracers» wieder durchgeführt. Ab 11. Mai wird das Contact Tracing ausgeweitet auf alle engen Kontakte (< 2 Meter während >15 Minuten ohne Schutz). 

Aufgaben der diagnostizierenden Ärztinnen und Ärzte im Rahmen des Contact Tracings:

  • Angabe der Telefonnummer des Patienten auf Laborauftrag (erforderlich für Contact Tracing)
  • Bei positivem Befund Information und Instruktion des Patienten/der Patientin und Abgabe des BAG Merkblatt zur Isolation
  • Meldung zum klinischen Befund innert 24 Stunden an KAZA und BAG
  • Kontaktliste (Praxis Mitarbeitende) an das Kantonsarztamt senden
  • Kontaktliste der Kontaktpersonen ausserhalb der Praxis wird durch das KAZA / die Contact Tracer mit den positiv getesteten Personen erstellt, sowie die Quarantäne bei engen Kontakten angeordnet

- Merkblätter des BAG

Die Quarantäneanordnung durch den Kanton dient auch als Bescheinigung für die Lohnfortzahlung oder Erwerbsersatzentschädigung während der Quarantäne. Wenn Telearbeit möglich ist, kann die Person während der Quarantäne weiterarbeiten.

Weiter Informationen finden sie auch in folgendem Dokument: COVID-19 Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Personen und Kontakten ab 27. April 2020  

 

Ärztliche Bestätigung besondere Gefährdung

Auch nach der Lockerung der Massnahmen des Bundesrats gilt: Ärztinnen und Ärzte sollen besonders gefährdete Personen nicht mit einem Arbeitsunfähigkeitszeugnis krankschreiben. Das einzige, was Sie auf Anfrage tun müssen, ist schriftlich bestätigen, ob eine Person zu einer vom Bundesamt für Ge-sundheit (BAG) definierten Risikogruppe gehört oder nicht. Es muss laut BAG nicht aufgeführt werden, zu welcher Risikogruppe eine Person gehört, oder nur sehr allgemein. Es ist also keine genaue Diag-nose anzugeben, auch soll die Dauer des Attestes nicht befristet werden. Arbeitsunfähigkeitszeugnisse im eigentlichen Sinne sollen nur dann und für den entsprechenden Zeitraum ausgestellt werden, wenn die betroffene Person tatsächlich krank ist.

In der Bestätigung sind ausserdem keine Angaben über Schutzmaterial am Arbeitsplatz zu machen. 

Schule – Kinder und Jugendliche – besonders gefährdete Personen

Am 11. Mai werden die Schulen wieder geöffnet. Das BAG hat ein Konzept erarbeitet, in welchem die Grundprinzipien für eine Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts der obligatorischen Schulen schweizweit beschrieben sind. Die Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie (SGP) unterstützt die Entscheidung und hat eine neue FAQ bearbeitet. Bitte beachten Sie die beiden Dokumente unter den unten aufgeführten Links.

Die wesentlichen Informationen sind:

  • Kinder erkranken viel weniger häufig als Erwachsene
  • Im Altersfenster zwischen 10 bis 19 Jahren nimmt die Erkrankungshäufigkeit kontinuierlich zu, bleibt aber niedrig
  • Kinder haben meist mildere Verläufe mit wenigen oder keinen Symptomen. Man geht davon aus, dass je weniger Symptome vorhanden sind, desto geringer die Virenlast und das Risiko einer Virenverbreitung durch Tröpfchenbildung ist
  • Kinder spielen aus physiologischen Gründen für die Übertragung des Virus keine wesentliche Rolle
  • Ein einfacher Schnupfen ist noch nicht als akuter Atemwegsinfekt zu werten gemäss Beprobungskriterien. Ein Test wird nur empfohlen, wenn eine verstärkte oder weitere Symptomatik hinzukommt.
  • Gemäss den bisherigen Daten und Erfahrungen gibt es im Gegensatz zu den Erwachsenen keine besonders gefährdeten Personengruppen für COVID-19 bei Kindern, bei denen zusätzliche Schutzmassnahmen nötig sind
  • Kinder die im selben Haushalt leben wie Personen mit besonderer Gefährdung können zur Schule gehen ohne besondere Schutzmassnahmen in der Schule. Besonders gefährdete Per-sonen können gegebenenfalls individuelle Schutzlösungen zu Hause ergreifen oder aber entscheiden, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken und mit dem Home Schooling weiter zu fahren. In diesem Fall müssen die Eltern die ärztliche Bestätigung über ihre besondere Gefährdung der Schule zustellen. Es können keine kinder-/ärztliche Bestätigungen für Kinder von Erwachsenen mit besonderer Gefährdung verlangt werden

- Schutzkonzept obligatorische Schulen

- Paediatrica 

Material Bestellung

  • Bestellplattform des Kantons: Bestellungen von Schutzmaterial via Online-Bestellformular (auf www.be.ch/material mit Passwort: BE2020go!)
  • Nach einer weiteren grossen Lieferung von Schutzmaterial sind die Lager des Kantons mit Ausnahme der Schutzmäntel / Schürzen gut gefüllt. Um die Logistik effizienter zu gestalten, in Sinn von weniger und grössere Auslieferungen, soll ab sofort jeweils ein Monatsbedarf bestellt werden.

06.05.2020 / kaza 


Weitere Informationen

 


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