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Newsletter Kantonsarztamt 03/2018

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen
Sehr geehrte Damen und Herren

Hiermit möchten wir Sie über folgende aktuellen Themen informieren:

  • Information für Hausärzte betreffend Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE)
  • Rezeptformulare für die Verschreibung der Betäubungsmittel kostenpflichtig ab 1. Oktober 2018

Beste Grüsse
Linda Nartey, Kantonsärztin

 

 

Information für Hausärzte betreffend Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE)

Multiresistente Erreger sind ein Problem unserer Zeit. Sie werden meist vom Ausland eingeschleppt und können dann in der Schweizer Bevölkerung weitergegeben werden. Dabei handelt es sich zumeist um asymptomatische Besiedelung mit einem Erreger, der in Einzelfällen aber Infekte verursachen kann.

Gegenwärtig erleben gewisse Spitäler im Kanton Bern, darunter die Insel Gruppe, eine Häufung von Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE), einem multiresistenten Darmkeim. Seit Anfang 2018 wurde eine Besiedelung mit VRE bei etwas mehr als 200 Patienten gefunden. Infekte gab es hingegen nur bei rund 10 Patienten, von denen alle erfolgreich mit Reserveantibiotika behandelt werden konnten.

Für Sie als Hausärztin und Hausarzt, bedeutet dies, dass Sie - wie bei anderen multiresistenten Erregern - in Austrittsberichten über einen allfälligen Nachweis von VRE bei einem Ihrer Patienten informiert werden. In der Regel hat dies keine Relevanz für heimkehrende Patienten/innen. Bei einer ambulanten oder stationären Zuweisung, begrüssen es die Spitäler, wenn im Zuweisungsschreiben eine bekannte Trägerschaft mit einem multiresistenten Keim festgehalten wird, insbesondere wenn Sie den Verdacht auf einen Infekt in diesem Kontext haben.

In Ihrer Praxis sollten Sie grundsätzlich Möglichkeiten zur Händedesinfektion (d.h. Händedesinfektionsmittel für Sie, Ihr Team, und für Patienten und Angehörige) sowie Desinfektionsmittel für Oberflächen und Geräte (für die Desinfektion nach dem Kontakt mit einem Patienten) zur Verfügung haben.

Die betroffenen Spitäler sind äusserst sensibilisiert für die Problematik der multiresistenten Erreger und haben weitgehende Massnahmen ergriffen, um Patienten vor Übertragungen zu schützen. Es gibt keinen Grund, einzelne Spitäler zu meiden oder von Zuweisungen abzusehen. Falls Bedarf besteht, Patienten zu informieren, können Sie das beigelegte Informationsschreiben des Inselspitals (PDF, 122 KB, 1 Seite) benutzen. Darüber hinaus hat eine vom BAG ins Leben gerufene Arbeitsgruppe Empfehlungen (PDF, 440 KB, 20 Seiten) für die Eindämmung von VRE herausgegeben, die ebenfalls hier angehängt sind.

Bei Fragen zum Informationsschreiben für Patienten wenden Sie sich bitte an die Kommunikationsabteilung der Inselgruppe, für allgemeine Fragen an das Kantonsarztamt.

Rezeptformulare für die Verschreibung der Betäubungsmittel kostenpflichtig ab 1. Oktober 2018

Letztes Jahr hat der Grossrat den vorgeschlagenen Entlastungsmassnahmen des Kantons Bern (Entlastungspaket 2018, EP 2018) zugestimmt. Im EP 2018 ist u.a. auch vorgesehen, dass der Bezug und Versand von Betäubungsmittelrezeptformularen kostenpflichtig wird. In der Zwischenzeit wurde der Gebührentarif der Gesundheits- und Fürsorgedirektion angepasst. Ab 1. Oktober 2018 werden Ihnen daher pro Rezeptblock CHF 5.00 und pro Versand CHF 20.00  (d.h. total CHF 25.00) in Rechnung gestellt.

Für diesbezügliche Fragen können Sie sich direkt an das Kantonsapothekeramt wenden.


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