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Newletter Kantonsarztamt 01/2016

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren

Das KAZA hat am 4. Februar 2016 eine Austausch-Veranstaltung mit den Asyl-Erstversorgerärztinnen und -ärzte sowie den zuständigen Behörden des Bundes (Staatssekretariat für Migration SEM) und des Kantons (Migrationsdienst des Amtes für Migration und Personenstand der POM und Sozialamt der GEF) durchgeführt.

Es hat ein äusserst konstruktiver Austausch von Informationen und Erfahrungen zu den aktuellen und drängenden Fragen und Problemen stattgefunden. Die Asyl-Erstversorgerärztinnen und –ärzte, Apothekerinnen und Apotheker und Spitäler engagieren sich zusammen mit den involvierten Fachpersonen verschiedener Disziplinen und Organisationen unter nicht ganz einfachen Bedingungen, um den Asylsuchenden eine gute medizinische Grundversorgung zu bieten. Dabei bietet insbesondere die Verständigung mit den Patienten und Patientinnen des Asylwesens eine grosse Herausforderung dar, da der Ärzteschaft und den Gesundheitsfachpersonen vom Asylwesen keine Übersetzer und Übersetzerinnen zur Verfügung gestellt werden. Andererseits war es an der Veranstaltung aber auch möglich, bereits Lösungen und Hilfestellungen für andere Aspekte bekannt zu machen und den weiteren Austausch zuzusichern. Unten finden Sie Dokumente zur Erstversorgung im Asylwesen.

Werden neue Merkblätter und Guidelines verfügbar, wird das KAZA diese den Asyl-Erstversorgerärztinnen und -Ärzte oder anderen Adressaten der Gesundheitsversorgung im Asylwesen jeweils bekannt machen.

Das KAZA dankt Ihnen allen für den konstruktiven Austausch und die Zusammenarbeit.

Mit den besten Grüssen

Jan von Overbeck, Kantonsarzt
Linda Nartey, Stellvertretende Kantonsärztin

Geltende Weisungen betreffend grenzsanitätsdienstliche Massnahmen (GSM) weiterhin in Kraft

Die Weisungen von 29. Dezember 2005 betreffend grenzsanitätsdienstliche Massnahmen (GSM) bei Personen des Asylbereichs (Asylsuchende, Schutzbedürftige und Flüchtlinge) sind weiterhin in Kraft.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist daran, zusammen mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM) und den betroffenen Stellen der Kantone in einer Arbeitsgruppe ein Konzept zu erarbeiten, um den Schutz der Asylsuchenden und der öffentlichen Gesundheit vor übertragbaren Krankheiten sicherzustellen. Während dieser circa 2-jährigen Phase werden die bisherigen grenzsanitätsdienstlichen Massnahmen weitergeführt. Somit gelten die Weisungen vom 29. Dezember 2005 nach wie vor.

Weisungen vom 29. Dezember 2015 betreffend grenzsanitätsdienstliche Massnahmen (GSM) bei Personen des Asylbereichs (PDF, 1 MB, 7 Seiten)

Tuberkulosebekämpfung

Weiterhin spielt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt eine Schlüsselrolle bei der Tuberkulosebekämpfung wie im Schreiben vom 15. März 2016 festgehalten.

Wichtige Massnahmen:

  • Obligatorische Meldungen eines Tuberkulosefalls und Behandlungsresultat
  • Umgebungsuntersuchung bei einer ansteckenden Lungentuberkulose
  • Sicherstellung der Behandlung, allenfalls mittels direkt überwachter Tuberkulose-Behandlung (Directly Observed Treatment, DOT)
  • Meldung eines Behandlungsabbruchs zwecks Anordnung behördlicher Massnahmen

Schreiben des Kantonsarztamtes vom 15. März 2016 betreffend Tuberkulosebekämpfung (PDF, 185 KB, 5 Seiten)

Anträge für Substitutionsbehandlungen neu vollständig online

Das Kantonsarztamt (KAZA) führt im Sommer 2016 das webbasierte Antrags- und Behandlungssystem für Substitutionsbehandlungen (SB) namens „Substitution Online“ ein. Sie bietet eine einfache und bedienerfreundliche Eingabemaske zur Erfassung eines Antrags bzw. einer Meldung zur Substitutionsbehandlung.     

Die Onlineplattform „Substitution Online“ wurde im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) basierend auf einer im Kanton Waadt bereits existierenden Lösung von der Haute École d’Ingénierie des Kantons Waadt (HEIG) entwickelt und ist in den Kantonen Waadt und Freiburg bereits erfolgreich im Einsatz. Obwalden, Uri, Nidwalden und Tessin beginnen in Kürze mit der Plattform zu arbeiten. Die Kantone Schaffhausen, Schwyz, Thurgau, Wallis, Glarus und Luzern planen ebenfalls deren Einsatz. “Substitution Online“ wird den Kantonen vom Bund zur Verfügung gestellt. Sie läuft auf allen Betriebssystemen (PC, Mac) und ist kompatibel mit allen aktuellen Browsern (Internet Explorer 8+, Firefox 15+, Safari 6+, Chrome 24+). Die Daten werden auf einem speziell dafür vorgesehenen und gesicherten Server gespeichert. Sie werden weder auf dem Computer noch auf dem Netzwerk der Ärztinnen und Ärzte oder der Einrichtungen abgespeichert.

Die Einführung der neuen Plattform „Substiution Online“ erfolgt im Sinne der eHealth-Strategie des Kantons Bern, wonach Prozesse auf eine einheitliche technische Basis geführt, Kosten gesenkt und der administrative Aufwand bei der Ärzteschaft und bei den Behörden reduziert werden soll.

Mit der Einführung von „Substitution Online“ verläuft die Kommunikation zwischen dem KAZA und den involvierten Fachpersonen zukünftig über die Plattform und löst insbesondere den Postversand der Bewilligungen und Bewilligungsänderungen ab. Ärztinnen und Ärzte werden via E-Mail darüber informiert, dass ihr Behandlungsantrag vom KAZA bearbeitet wurde und auf der Onlineplattform eingesehen werden kann. Sensible Informationen werden nicht per E-Mail weitergeleitet.

Apotheken erhalten einen passiven Konsultations-Zugang, damit ihnen die für die Abgabe erforderlichen Informationen zu den erteilten Bewilligungen elektronisch zur Verfügung stehen.

Die Gesundheitsfachpersonen, die Substitutionsbehandlungen durchführen, inkl. Apotheken werden in den nächsten Monaten bis zur definitiven Einführung von „Substitution Online“ schrittweise über die Registrierung für die Nutzung von „Substitution Online“ sowie über allfällige Anpassungen und Änderungen in den Abläufen informiert werden.

Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen jeweils am Dienstag und Donnerstag zwischen 14.00 und 15.00 Uhr gerne unter der Nummer 031 633 79 58 oder 031 633 79 34 telefonisch zur Verfügung.


Weitere Informationen

 


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https://www.gef.be.ch/gef/de/index/direktion/organisation/kaza/aktuell/archiv_newsletter/newsletter_201601.html