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Newsletter Kantonsarztamt COVID-19 14/2020

Vergütung von Laboranalysen und von ärztlichen Leistungen im Rahmen der COVID-19 Beprobung

Französische Version folgt am 06.07.2020

Einleitung

Die Abrechnung und Vergütung von Labor- und ärztlichen Leistungen im Zusammenhang mit der SARS-CoV2 Testung hat bei allen Beteiligten inklusive dem Kantonsarztamt zu sehr vielen Fragen, Unklarheiten und Frustrationen geführt.

Ab dem 25. Juni 2020, und vorläufig gültig bis zum 13. September hat der Bund eine Schweiz weit einheitliche Lösung festgelegt (Link zum Faktenblatt siehe unten).

Mit diesem Newsletter informieren wir Sie über die rückwirkende Regelung durch die Regierungsratsbeschlüsse (RRB) vom 01. Juli 2020 für die Rechnungsstellung und Vergütung von Laboranalysen und den damit zusammenhängenden ärztlichen Leistungen für die Phasen vor dem 25. Juni 2020.

Vergütung Laboranalysen

Rechnungen zu Laborleistungen werden gemäss RRB (PDF, 178 KB, 4 Seiten) «Verpflichtungskredit Laborkosten und medizinische Kosten für SARS-CoV-2-Tests» vom 01. Juli 2020 dem Kantonsarztamt von den Laboratorien direkt zugestellt.

Vergütungssysteme der ärztlichen Leistung in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 Testungen nach Pandemiephasen

Der RRB (PDF, 1 MB, 3 Seiten) vom 01. Juli 2020 «Festsetzung der Vergütung des Kantons Bern für ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit molekularbiologischen und serologischen Analysen auf Sars-CoV-2 im Zeitraum vom 22. April 2020 bis zum 24. Juni 2020» richtet sich nach den Faktenblättern des BAG, welche für verschiedene Phasen der Pandemie unterschiedliche Vergütungssysteme vorsieht:

  • Phase I: vor dem 21.04.2020: Keine Vergütung von ärztlichen Leistungen durch den Kanton: Faktenblatt BAG (PDF, 300 KB, 2 Seiten) vom 13.03.2020, gültig bis 21.04.2020
  • Phase II: 22.04.2020 bis 14.05.2020: Vom Kanton übernommen werden ärztliche Leistungen gemäss im Regierungsratsbeschluss festgelegtem Tarif bei symptomatischen Personen, die keine engmaschige ärztliche Überwachung benötigen: Faktenblatt BAG (PDF, 193 KB, 3 Seiten) vom 22.04.2020, gültig bis 14.05.2020.
  • Phase III: 15.05.2020 bis 24.06.2020: Vom Kanton übernommen werden ärztliche  Leistungen gemäss im Regierungsratsbeschluss festgelegtem Tarif bei symptomatischen Personen, die keine engmaschige ärztliche Überwachung benötigen, die gemäss Empfehlungen des BAG in Selbstisolation sind bzw. gehen sollen: Faktenblatt BAG (PDF, 442 KB, 10 Seiten) vom 15.05.2020 bzw. 27.05.2020, gültig bis 24.06.2020
  • Phase IV: ab 25.06.2020: Übernahme der Leistungen durch den Bund: Faktenblatt BAG (PDF, 589 KB, 6 Seiten) vom 24.06.2020

Der Beschluss des Regierungsrates vom 01. Juli 2020 legt fest:

  1. Der durch den Kanton abzugeltende Kostenanteil für ärztliche Leistungen im Zusammenhang mit molekularbiologischen und serologischen Analysen auf Sars-CoV-2 wird pro durchgeführten Test auf 50 Franken1 festgesetzt.
  2. Den getesteten Personen dürfen im Rahmen der Leistungen nach Ziffer 1 (SARS-Cov-2 Testung) keine weiteren Kosten in Rechnung gestellt werden.
  3. Die Pauschale kann für durchgeführte Tests im Zeitraum vom 22. April 2020 bis zum 24. Juni 2020 beim Kantonsarztamt in Rechnung gestellt werden.
  4. Dieser Beschluss wird im Amtsblatt des Kantons Bern veröffentlicht. 
Aus dem Regierungsratsbeschluss folgt, dass weitere Leistungen die anlässlich derselben Konsultation wie die Sars-Cov-2 Testung erbracht wurden, separat zu Lasten der Krankenversicherung zu berechnen sind. Diese sind nicht von Franchise oder Selbstbehalt befreit.
 
Der Regierungsrat übernimmt den durch den Bundesrat in Artikel 26 Covid-19-Verordnung 3 festgelegten Kostenanteil für die Probeentnahme: Die Probeentnahme umfasst das Arzt-Patienten-Gespräch, den Abstrich oder die Blutentnahme sowie Schutzmaterial und Übermittlung des Testergebnisses an die getestete Person und wird mit höchstens 50 Franken abgegolten (Art. 26 Abs. 2 Bst. a und Absatz 3 Bst. a Covid-19-Verordnung 3). Wie den Erläuterungen zu Artikel 26 Absätze 2 und 3 Covid-19-Verordnung 3  (S. 15 f.) entnommen werden kann, wurde dieser Betrag in Anlehnung an das Tarifsystem Tarmed festgelegt. Die Leistungserbringer dürfen den getesteten Personen für diese ärztlichen Leistungen keine weiteren Kosten in Rechnung stellen (Art. 26 Abs. 7 Covid-19-Verordnung 3).
 
 

Vorgehen und Rechnungstellung an den Kanton

Rechnungen zu ärztlichen Leistungen, welche die oben dargelegten Kriterien erfüllen, sind folgendermassen an den Kanton zu stellen:

  • Eine an das Kantonsarztamt adressierte Sammelrechnung pro Leistungserbringer, mit einer Liste der betroffenen Patientinnen oder Patienten mit
       o Name, Vorname, Geburtsdatum, Wohnort
       o Beprobungsdatum (muss zwischen 22. April 2020 und 24. Juni 2020 liegen)
       o Pauschale von CHF 50.00
       o Bestätigung, dass es sich um einen symptomatischen Patienten gehandelt hat und dass diesen Patienten oder der Krankenkasse für die Sars-CoV-2 Beprobung keine Rechnung gestellt worden ist.
  • Die Rechnung geht bevorzugt elektronisch an info.kaza@be.ch oder per Post an
    Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion
    Kantonsarztamt
    Rathausgasse 1
    Postfach
    3000 Bern 8
  • Die Rechnung erfolgt mittels Einzahlungsschein (bevorzugt), ansonsten muss die IBAN-Nummer und die genaue Adresse des Kontoinhabers angegeben werden

Rechnungen die die Vorgaben nicht erfüllen, müssen vom Kantonsarztamt zurückgewiesen werden. 

 

03.07.2020 / kaza  

 

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