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Newsletter ALBA vom 17.12.2020

Sehr geehrte Damen und Herren

Vor bald einem Jahr erreichten uns die ersten Meldungen über ein unbekanntes Virus in weiter Ferne. Heute ist das neue Coronavirus uns allen vertraut und der unerwünschte rote Faden in unserem Alltag.
Sie alle haben in diesem anstrengenden und schmerzvollen Jahr Ausserordentliches geleistet. Wir se-hen täglich, welche Herausforderung der Schutz der Bewohnenden und Klienten vor einer Ansteckung mit Covid-19 darstellt und mit welch grossem Engagement Sie dieser Herausforderung begegnen. Für diese so wichtige und wertvolle Arbeit danken wir Ihnen sehr. Wir werden uns weiterhin bemühen, Sie darin so gut wie möglich zu unterstützen.

Noch einmal möchten wir Sie dazu ermuntern, sich für den Newsletter des Kantonsarztamts (Link) und des ALBA (Link) zu registrieren. Sämtliche Informationen zum neuen Coronavirus versenden wir mittels Newsletter. Weiter finden Sie auf der Internetseite des ALBA unter der Rubrik Coronavirus die aktuells-ten Informationsdokumente des ALBA (Link). Bitte besuchen Sie auch regelmässig die Internetseite des Bundes, um sich über die aktuellsten Änderungen zu informieren (Link).

Gerne informieren wir Sie zu weiteren Themen:

Reorganisation der Gesundheit-, Sozial- und Integrationsdirektion des Kantons Bern

In der Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) gab es bereits verschiedene organisatori-sche Anpassungen, weitere stehen mit Inkrafttreten des neuen Volksschulgesetzes und des neuen Ge-setzes über die Leistungen für Kinder mit besonderem Förder- und Schutzbedarf noch bevor.

Aufgrund der gesammelten Erfahrungen, insbesondere auch während der Zeit der Covid-19-Epidemie, sowie der oben erwähnten organisatorischen Veränderungen wird die GSI strukturell weiterentwickelt. Wir werden Sie zeitnah informieren.

Neue Anforderungen zum Erhalt einer Betriebsbewilligung für Spitex-Organisationen

Die Bewilligungsvoraussetzungen für Organisationen der Hilfe und Pflege zu Hause wurden überarbeitet und konkretisiert. Die Anforderungen werden im neuen «Gesuchsformular zum Erhalt einer Betriebsbe-willigung» differenziert beschrieben und tragen dazu bei, den Prozess für die Gesuchstellerin übersicht-lich zu gestalten. Neu sind alle Beilagen elektronisch einzureichen.

Das Dokument «Anforderungen zum Erhalt einer Betriebsbewilligung für Spitex-Organisationen» richtet sich sowohl an die Gesuchstellerin, wie auch an bestehende Betriebsinhaberinnen. Das Dokument be-inhaltet weiterführende Informationen zu Bewilligung und Aufsicht und der daraus resultierenden Ver-antwortung und Pflichten. Die Anforderungen werden von der GSI als Grundlage für den Bewilligungs-prozess und die Aufsicht verwendet.

Eine konkrete Neuerung betrifft den Meldeprozess bei einem Wechsel der Fachleitung Pflege. Neu ist das Formular «Selbstdeklaration Fachleitung Pflege in Spitex-Organisationen» einzureichen.

Die Dokumente und Formulare werden bis Ende Dezember 2020 auf der Internetseite des ALBA unter Formulare/ Bewilligungen/ Gesuche aufgeschaltet (Link).

Konkretisierung der Anforderungen zum Erhalt einer Betriebsbewilligung für Heime

Aufgrund von wiederkehrenden Fragen und Unklarheiten hinsichtlich den Anforderungen an die phar-mazeutische und heimärztliche Versorgung hat das ALBA gemeinsam mit dem Kantonsarztamt (KAZA) und dem Kantonsapothekeramt (KAPA) eine Konkretisierung der Bewilligungsanforderungen vorge-nommen. Diese bezieht sich auf die jeweiligen Aufgaben von Heimärztinnen/-ärzte und pharmazeutisch verantwortlichen Medizinalpersonen (Apotheker/-innen oder Heimärztinnen/-ärzte), die zum Erhalt einer Betriebsbewilligung vertraglich geregelt werden müssen.

Zudem wurde die Checkliste zur jährlichen Überprüfung der pharmazeutischen Versorgung in Heimen (Anhang 7 zu den Anforderungen zum Erhalt einer BEB) überarbeitet und steht nun in der aktualisierten Version zur Verfügung. Das ALBA wird zukünftig im Rahmen seiner ordentlichen Aufsichtstätigkeit zu-sammen mit dem Stellenplan jährlich eine Kopie der Checkliste zum Umgang mit Arzneimittel einfor-dern. Diese muss vollständig ausgefüllt, von den verantwortlichen Personen (Betrieb und Medizinalper-son) unterzeichnet und nicht älter als 12 Monate sein.

Die aktualisierten Anforderungen zum Erhalt einer Betriebsbewilligung für Heime werden bis Ende De-zember 2020 auf der Internetseite des ALBA unter Formulare/ Bewilligungen/ Gesuche aufgeschaltet (Link).

Aufsicht Apotheken in Heimen während Corona-Epidemie reduziert möglich

Das ALBA und das KAPA begrüssen es, wenn momentan die Audits oder Inspektionen für die pharma-zeutische Versorgung vor Ort auf das Notwendigste beschränkt werden. Die Selbstkontrolle mit der Checkliste «Umgang mit Arzneimitteln» im Jahr 2020 kann aufgrund der COVID-19 Situation on desk stattfinden.

Konkret heisst dies, dass die Pflegedienstleitung diese Selbstkontrolle im Heim ausführen kann und die Medizinalperson (FvP) auf Papier das Dokument freigibt, mit dem Vorbehalt, dass eine kurze Nachkon-trolle durch die FvP im Verlauf des nächsten Jahres stattfinden wird.

Digitalisierung Abrechnungsprozess ambulante und stationär Langzeitpflege

Der Kanton Bern entrichtet für pflegebedürftige Personen im Alter Pflegebeiträge (Restkostenfinanzie-rung) gegenüber den Leistungserbringenden. Aktuell erfolgt die Datenerhebung, Prüfung und Auswer-tung mithilfe von Excel-Dateien. Die Auszahlung der Staatsbeiträge erfolgt alsdann über manuelle Schnittstellen.

Die bestehenden Prozesse generieren grosse Aufwände, da einerseits zahlreiche manuelle (Prüf-) Schritte notwendig sind und andererseits eine grosse Zahl an Partnern involviert sind. Basierend auf dieser Ausgangslage hat sich das ALBA zum Ziel gesetzt, die aktuellen Prozesse im ambulanten und stationären Langzeitpflegebereich digital zu transformieren und zukünftig mittels einer Webanwendung zu unterstützen. Gleichzeitig soll zur digitalen Ausgestaltung des Abrechnungsprozesses auch das be-stehende Monitoring (Erhebung und Auswertung von Kennzahlen) erweitert werden.

Die Umsetzung in den betroffenen Versorgungsbereichen (ambulant, stationär) wird gestaffelt erfolgen. Betreffend die stationäre Langzeitpflege ist man bereits weit fortgeschritten. Das Kick Off zur Vorstellung der Applikation und Auslösung der Testphase erfolgte bereits; die Testphase soll bis Ende Februar 2021 abgeschlossen sein. Die operative Umsetzung (roll out) ist auf Ende April 2021 geplant.

Anders als im stationären Langzeitpflegebereich befindet sich die Digitalisierung des Abrechnungspro-zesses im ambulanten Bereich noch in der Entwicklungsphase. Sobald die Grundlagen zur Einbindung der Leistungserbringenden erstellt sind, wird die GSI mit den betroffenen Verbänden und den Leis-tungserbringenden in Dialog treten und den Informationsaustausch starten. Die operative Umsetzung im ambulanten Pflegebereich ist per 1. Januar 2022 geplant. Die Applikationen (eRV stationär und ambu-lant) nutzen Synergien, indem zur Entwicklung derselbe Hersteller beauftragt wurde.

Berner Modell: Erprobung des Bedarfsermittlungsinstruments IHP-BE

Für die Umsetzung des Bernischen Behindertenkonzeptes wurde im Jahr 2020 am Bedarfsermittlungs-verfahren Individueller Hilfsplan (IHP) gearbeitet. Gemeinsam mit Vertretern aus Institutionen, Verbän-den, privat Wohnenden und weiteren direkt betroffenen Personen wurde eine Arbeitsgruppe gebildet. Diese Zusammenarbeit führte zum Entwurf eines Bedarfsermittlungsbogens, der im nächsten Jahr ge-testet werden soll.

Dazu ist eine Erprobung des Bedarfsermittlungsverfahrens innerhalb der Versorgungslandschaft vorge-sehen. Das Bedarfsermittlungsinstrument IHP-BE soll mit rund 240 Personen angewendet und getestet werden. In die Erprobung werden neben Personen, die in Institutionen leben, auch Personen, die im Assistenz-Modell leben, einbezogen. Im Anschluss an die Erprobungsphase wird eine Evaluation durch-geführt.

Frohe Festtage

Trotz den schwierigen Umständen wünschen wir Ihnen eine besinnliche und schöne Weihnachtszeit sowie einen guten Start in das neue Jahr. Wir freuen uns auf die weitere gute und konstruktive Zusam-menarbeit – und ganz wichtig: Bleiben Sie gesund!

 

Rolf Küffer, Co-Stv. Amtsvorsteher, und Thomas Schüpbach, Co-Stv. Amtsvorsteher
 


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