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Anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) ist zuständig für die Sozialhilfeunterstützung und Integration von anerkannten Flüchtlingen. Für die vorläufig Aufgenommenen, die sich weniger als sieben Jahre in der Schweiz aufhalten, sowie für die Asylsuchenden ist die Polizei- und Militärdirektion (POM) zuständig. Die Integrationsangebote für anerkannte Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene koordiniert und finanziert die GEF.

Sozialhilfe für anerkannte Flüchtlinge

Sobald Asylsuchende, die dem Kanton Bern zugewiesen wurden, als Flüchtlinge (oder Staatenlose) anerkannt werden, ist die GEF für die Sozialhilfe und die Integration dieser Personen zuständig.

Anerkannte Flüchtlinge erhalten entweder Asyl und damit eine Aufenthaltsbewilligung (B-Ausweis) oder sie werden als anerkannter Flüchtling vorläufig aufgenommen und erhalten einen F-Ausweis. Anerkannte Flüchtlinge mit B-Ausweis wie auch mit F-Ausweis können dauerhaft in der Schweiz bleiben. Für anerkannte Flüchtlinge mit B-Ausweis ist die GEF grundsätzlich bis und mit fünf Jahre nach Stellung des Asylgesuchs, das zum Entscheid geführt hat, zuständig.

Bei anerkannten Flüchtlingen mit F-Ausweis bis und mit sieben Jahren nach Einreise ist ebenfalls die GEF verantwortlich. Falls ein Flüchtling vor dem Ablauf von sieben Jahren einen B-Ausweis erhält, trägt die GEF bis zum Erhalt desselben die Verantwortung.

Die anerkannten Flüchtlinge werden nach dem kantonalen Sozialhilfegesetz beziehungsweise nach den SKOS-Richtlinien unterstützt. Sie besuchen verschiedene Integrationsangebote, welche ihre sprachliche, soziale und berufliche Integration fördern.

Für den Vollzug der Sozialhilfe und der Integration hat die GEF einen Leistungsvertrag mit den Hilfswerken Caritas Bern und Schweizerisches Rotes Kreuz Bern (SRK) abgeschlossen. Fünf Jahre nach Asylgesuchsstellung, bzw. sieben Jahre nach Einreise werden die Sozialdienste der Gemeinden für die Sozialhilfe bei anerkannten Flüchtlingen zuständig, soweit sie zu diesem Zeitpunkt noch bedürftig sind. In diesen Fällen führen die Hilfswerke eine entsprechende, fachgerechte Übertragung an den zuständigen Sozialdienst durch.

Sozialhilfe für vorläufig Aufgenommene

Bei Personen, die vorläufig aufgenommen sind, aber die Flüchtlingseigenschaft nicht erfüllen, ist in den ersten sieben Jahren nach Einreise der Migrationsdienst der Polizei- und Militärdirektion (POM) für die Sozialhilfe zuständig. Die sogenannten vorläufig Aufgenommenen werden bis und mit dem siebten Jahr nach Einreise nach Asylansätzen unterstützt.

Seit dem 1.1.2008 gilt für die vorläufig Aufgenommenen gleichermassen wie für die anerkannten Flüchtlinge der Grundsatz der Integration. Beide Gruppen nehmen daher an den gleichen Integrationsprogrammen teil. Die GEF koordiniert und finanziert diese Programme. Den Integrationsauftrag an die Partnerorganisationen im Asylbereich (PA) erteilt die Polizei- und Militärdirektion (POM).

Sieben Jahre nach Einreise werden auch die vorläufig Aufgenommenen an die Sozialdienste der Gemeinden übertragen. Sie werden dann nach dem Sozialhilfegesetz betreut, sofern sie zu diesem Zeitpunkt noch bedürftig sind.


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