Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Zurück zur Übersicht über die aktuellen Meldungen

Kanton Bern startet qualitätskontrolliertes Mammografie-Screening-Programm Freiwillige Brustkrebsvorsorge ab dem 50. Altersjahr

17. April 2013 – Medienmitteilung

Erstmals haben alle Frauen im Kanton Bern ab dem 50. Altersjahr Zugang zu einer vorsorglichen Brustkrebsuntersuchung im Rahmen eines qualitätskontrollierten Mammografie-Screening-Programms. Anlässlich einer Medienkonferenz informierte Regierungsrat Philippe Perrenoud, Gesundheits- und Fürsorgedirektor, über das Programm «Brust-Screening Kanton Bern». Ab den kommenden Wochen werden alle Frauen zwischen 50 und 74 Jahren aus dem Kanton Bern ohne Verwaltungskreis Berner Jura von der Bernischen Krebsliga eine schriftliche Einladung zur Teilnahme am Programm erhalten.

Brustkrebs ist in der Schweiz die häufigste Krebserkrankung und Todesursache bei Frauen zwischen 50 und 70 Jahren. Jährlich sind rund 5300 Frauen von dieser Diagnose betroffen. Die Überlebens- und Heilungschancen sind deutlich grösser, wenn der Brustkrebs frühzeitig erkannt wird. Aus diesem Grund startet die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) das Programm «Brust-Screening Kanton Bern». Mit dem qualitätskontrollierten Früherkennungsprogramm haben erstmals alle Frauen im Kanton Bern ab dem 50. Altersjahr Zugang zu einer vorsorglichen Brustkrebsuntersuchung mittels Mammografie.

Ziel des Programms ist die möglichst frühe Erkennung von Brustkrebs und damit die Verbesserung der Prognose hinsichtlich des Krankheitsverlaufs sowie die Verminderung gesundheitlicher Probleme in Folge der Erkrankung und die Reduktion der Sterblichkeitsrate. Das Programm «Brust-Screening Kanton Bern» ist für alle Frauen ab dem 50. Altersjahr im Kanton Bern ohne Verwaltungskreis Berner Jura zugänglich. Für die Frauen im Verwaltungskreis Berner Jura besteht bereits seit 2009 in Zusammenarbeit mit den Kantonen Neuenburg und Jura unter dem Namen «Programme de dépistage du cancer du sein BEJUNE» ein ähnliches Programm.

Bernische Krebsliga führt das Früherkennungsprogramm durch

Die Früherkennung von Brustkrebs durch Mammografie ab dem 50. Altersjahr im Rahmen eines Programms mit Qualitätssicherung ist seit dem 1. Januar 2010 definitiv Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Diese Mammografie ist von der Franchise befreit, einzig der Selbstbehalt von 10 Prozent muss von den Teilnehmerinnen übernommen werden (rund 20 Franken). Um die Kosten für den Programmaufbau, die Programmlogistik und einen Teil der Qualitätsmassnahmen zu decken, hat der Grosse Rat in der Novembersession 2011 einen Kredit von maximal 4,7 Millionen Franken für die Jahre 2012 bis 2020 bewilligt. Die GEF hat die Bernische Krebsliga mit dem Aufbau und der Durchführung des qualitätskontrollierten Früherkennungsprogramms vom 1. Mai 2012 bis am 31. Dezember 2020 beauftragt.

Alle Frauen im Kanton Bern zwischen 50 und 74 Jahren werden alle zwei Jahre eine schriftliche Einladung zur Mammografie erhalten. Dieser ist eine Informationsbroschüre beigelegt, die eine Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme am Programm ermöglichen soll. Die Teilnehmerinnen können die Mammografie an 13 Standorten im Kanton Bern durchführen lassen. Per Mitte August 2013 sollen sämtliche Institute in Betrieb sein. Das Programm unterliegt hohen Qualitätskriterien. Dazu gehören beispielsweise die technische Qualitätssicherung aller Röntgengeräte in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) oder die Beurteilung der Mammografie durch zwei unabhängige Radiologen und Radiologinnen.

Weitere Informationen: Brust-Screening Kanton Bern

Mediendokumentation

Zurück zur Übersicht über die aktuellen Meldungen


Weitere Informationen



Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

http://www.gef.be.ch/gef/de/index/gesundheit/gesundheit/aktuell.html