Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Inhalte der Verordnung über die Angebote zur sozialen Integration (ASIV)

Die Verordnung über die Angebote zur sozialen Integration (ASIV) legt die Voraussetzungen fest, welche Angebote der familienergänzenden Kinderbetreuung und der offenen Kinder- und Jugendarbeit zu erfüllen haben, damit die Aufwendungen zum Lastenausgleich zugelassen werden können.

Allgemeines

Die offene Kinder- und Jugendarbeit bezweckt Kinder und Jugendliche zu stützen, zu fördern und ihnen einen angemessenen Platz in der Gesellschaft zu ermöglichen. Sie richtet sich an Kinder und Jugendliche von 6 bis 20 Jahren sowie an deren Umfeld.

Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist auf folgende Wirkungsziele ausgerichtet:

  • Integration
  • Sozialisation
  • Mitwirkung
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Stärkung der Jugendkultur
  • Kinder- und jugendgerechte Rahmenbedingungen

Anforderungen an die Leistungsangebote der Gemeinden

Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit können von einer oder mehreren Gemeinden bereitgestellt werden, in denen mindestens 2`000 Kinder und Jugendliche von 0 bis 19 Jahren wohnen.

Die offene Kinder- und Jugendarbeit orientiert ihre Handlungen an einem Leitbild und ist in folgenden Bereichen tätig:

  • Animation und Begleitung
  • Information und Beratung
  • Entwicklung und Fachberatung

Die Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Institutionen und Behörden, insbesondere in den Bereichen Schulsozialarbeit, Bildung, Gesundheitsförderung und berufliche Integration soll gepflegt werden.

Die Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit verfügen mindestens in der operativen Leitung über eine Fachperson, die über eine abgeschlossene Ausbildung in Soziokultureller Animation, Sozialarbeit oder Sozialpädagogik einer Universität, Fachhochschule oder Höheren Fachschule verfügt. Wenn die Ausbildung im Ausland abgeschlossen wurde, wird die Gleichwertigkeitsanerkennung vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) vorausgesetzt.

Lastenausgleichsberechtigte Aufwendungen

In der offenen Kinder- und Jugendarbeit tragen die Gemeinden einen Selbstbehalt von 20 Prozent der anrechenbaren Beiträge an den Nettoaufwand.

Nach Artikel 58 Absatz 3 entspricht der Nettoaufwand dem Personal- und Sachaufwand abzüglich des Ertrags mit Ausnahme freiwilliger zweckbestimmter Zuwendungen Dritter sowie Mitgliederbeiträgen an die Leistungserbringer.

Weiter wird vorausgesetzt, dass der Personalaufwand mindestens 70 Prozent der anrechenbaren Beiträge an den Nettoaufwand beträgt.

Der Höchstbetrag der anrechenbaren Beiträge des Kantons (80%) und der Gemeinden (20%) besteht aus:

Wenn ein Einzugsgebiet die Angebote nicht für die Zielgruppe von 6 bis 20 Jahren bereitstellt, wird der Grundbetrag um einen Franken pro fehlendes Altersjahr, das nicht berücksichtigt wird, gekürzt. Das heisst, wenn ein Einzugsgebiet die Zielgruppe von 11 bis 16 Jahren festlegt, wird der Grundbetrag von 78.20 Franken um 9 Franken gekürzt.

Weiter sind die tatsächlichen Gehaltsaufwendungen für Praktikantinnen und Praktikanten einer anerkannten Fachausbildung sowie von Vorpraktikanten und Vorpraktikantinnen, die einen Ausbildungsbeginn anstreben, zusätzlich, und unabhängig vom Höchstbetrag der anrechenbaren Beiträge, lastenausgleichsberechtigt.


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

http://www.gef.be.ch/gef/de/index/familie/familie/offene_kinder-_undjugendarbeit/steuerungsgrundlagen/inhalte_der_asiv.html