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Zusammenarbeit und Aufsicht

Verantwortungsbereiche und Koordination der Zusammenarbeit

  • Jede Gemeinde, welche subventionierte Plätze in Kindertagesstätten oder bei Tagesfamilien anbietet, muss dem Kanton und den Kindertagesstätten und/oder der Tagesfamilienorganisation eine Kontaktperson nennen.
  • Die Gemeinde und die Tagesfamilienorganisation und/oder die Kindertagesstätte oder deren Trägerschaften regeln ihre Zusammenarbeit in einem Leistungsvertrag.
  • Musterleistungsverträge für Gemeinden für Kitas und Tagesfamilienorganisationen
  • Informationen des Kantons an die Kindertagesstätten und Tagesfamilienorganisationen werden via Gemeinden verschickt (z.B. Informationen über neue Vorgaben).
  • Die zuständige Person der Gemeinde leitet die Informationen an den Tagesfamilienorganisationen und/oder die Kindertagesstätten weiter.
  • Die Kindertagesstätten oder die Tagesfamilienorganisationen wenden sich mit Fragen in erster Linie an die Gemeinde.
  • Gemeinden, Kindertagesstätten und Tagesfamilienorganisationen erhalten Informationen von der Abteilung Familie sowie auf dieser Webseite.
  • Gemeinden können Zusammenarbeitsverträge abschliessen, um ein Angebot gemeinsam zu tragen.
  • Musterzusammenarbeitsverträge zwischen Gemeinden: für Kitas und Tagesfamilienorganisationen
  • Fragen und Antworten zum Thema Selbstbehalt auf kantonal finanzierten familienergändenzenden Betreuungsangeboten in Bezug auf die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden
Die Zusammenarbeit zwischen Kanton, Gemeinde und Institution bildlich dargestellt

Bild vergrössern Die Zusammenarbeit zwischen Kanton, Gemeinde und Institution bildlich dargestellt

Aufsicht durch Gemeinden über Tagesfamilienorganisationen

Ziele und Abgrenzung von der Aufsicht über die einzelnen Betreuungsverhältnisse

Der Kanton kann Gemeinden ermächtigen, die Kosten einer bestimmten Anzahl Betreuungsstunden bei Tagesfamilien dem Lastenausgleich zuzuführen.

Die Gemeinden sind frei, die Anstellung und Vermittlung von Tageseltern, bei welchen diese Stunden bezogen werden können, mittels Leistungsvertrag an eine Tagesfamilienorganisation zu übertragen.

Nach Art. 5 der Verordnung über die Angebote zur sozialen Integration (ASIV) bestimmt die Gemeinde eine Behörde, welche für die Aufsicht über diese Tagesfamilienorganisation zuständig ist. Die Aufsicht über die einzelnen Betreuungsverhältnisse bzw. Tageseltern ist Sache der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden KESB, wobei diese die Aufsicht haben oder an die Tagesfamilienorganisation delegiert werden können.

Leitziel der Aufsicht der KESB über die Betreuungsverhältnisse ist das Wohl des einzelnen Kindes.

Leitziel der Aufsicht der Gesundheits- und Fürsorgedirektion bzw. der Gemeinden über die Tagesfamilienorganisationen ist die Sicherstellung der Funktion der sozialen Integration durch die Subventionierung von Elterntarifen. Diese Wirkungsziele sind nach Art. 7 ASIV:

  • Existenzsicherung von Familien,
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern,
  • Integration von Kindern in einem sozialen Netz,
  • Chancengleichheit der Kinder,
  • sprachliche Integration der Kinder.

Vorgehen

Art. 5 ASIV sieht einen Aufsichtsbesuch mindestens einmal jährlich vor. Dass dieser auch unangemeldet durchgeführt werden kann, bezieht sich primär auf Kitas, wo auch die eigentliche Betreuungssituation überprüft wird und dies deshalb im Zweifel sinnvoll sein kann. Bei Tagesfamilienorganisationen erscheint ein angemeldeter Besuch in jedem Fall hilfreicher, da im Bedarfsfall die notwendigen Informationen und Dokumente vorbereitet werden können.

Die Gemeinde kann eine Behörde bzw. eine/n Mitarbeiter/in der Gemeinde als für die Aufsicht zuständig bestimmen oder eine unabhängige, sachkundige Person oder Fachstelle beiziehen. Die Person sollte sich vor dem Aufsichtsbesuch mindestens mit den Bestimmungen der ASIV vertraut gemacht haben (insbesondere bezüglich der für die Aufsichtsfragen relevanten Artikel).

Ein Besuch ist deshalb vorgeschrieben, weil dabei entsprechende Belegdokumente vor Ort eingesehen werden können. Zur Beurteilung der Einhaltung der Tarifbestimmungen empfiehlt es sich etwa, diese an einem stichprobeartig ausgewählten Beispiel gemeinsam durchzugehen.

Auf allfällige Missstände soll konstruktiv hingewiesen werden. Diese werden notiert, um Aspekte mit Verbesserungsbedarf weiter verfolgen zu können. Dies soll in einer partnerschaftlich-beratenden Zusammenarbeit erfolgen.

Welche Fragen im Rahmen der Aufsichtstätigkeit erörtert werden sollen ist im Reportingformular ersichtlich. Es kann sinnvoll sein, dieses zum Ausfüllen des ersten Teils den Tagesfamilienorganisationen vorgängig zum Besuch zuzustellen.

Die Angaben zum Erreichungsgrad der primären Zielgruppe können die Tagesfamilienorganisationen beispielsweise mit dem Erhebungsformular Zielgruppe (PDF, 80 KB, 1 Seite) erfragen. Dies erfolgt sinnvollerweise im Rahmen der jährlichen Tarifberechnungen.

Aufsicht durch Gemeinden über Kindertagesstätten

Abgrenzung von der Aufsichtskompetenz des Kantonalen Jugendamts

Bezüglich der Aufsichtszuständigkeit kennt der Kanton Bern zwei Fälle:

A)   Wird eine Kindertagesstätte eröffnet, welche über kantonal subventionierte Plätze verfügt, so ist nach der ASIV die Gemeinde oder eine von der Gemeinde zu benennende Stelle für deren Aufsicht zuständig. Dies bleibt auch dann der Fall, wenn private Plätze neben den kantonal subventionierten geschaffen werden.

B)   Wird eine Kindertagesstätte mit ausschliesslich privaten Plätzen eröffnet oder wird trotz subventionierter Plätze nicht gemeinnützig geführt, so ist das Kantonale Jugendamt (KJA) für die Bewilligung und Aufsicht zuständig. Auch hier bleibt dies der Fall, wenn zu einem späteren Zeitpunkt kantonal subventionierte Plätze geschaffen werden oder die Kindertagesstätte nur noch kantonal subventionierte Plätze führt. Die Gemeinde muss für diese subventionierten Plätze nur die Punkte überprüfen, welche nicht schon durch das Kantonale Jugendamt überprüft werden.

Vorgehen

Art. 5 ASIV sieht einen Aufsichtsbesuch mindestens einmal jährlich vor. Diese kann ausnahmsweise auch unangemeldet erfolgen. Dies sollte aber nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn einerseits Hinweise oder Beobachtungen begründeten Zweifel an der Qualität der Betreuungstätigkeit (z. B. Einhalten des Betreuungsschlüssels) aufkommen lassen und andererseits angenommen werden muss, dass diese Missstände bei einem angemeldeten Besuch versteckt werden könnten. In allen anderen Fällen erscheint ein angemeldeter Besuch hilfreicher, da im Bedarfsfall die notwendigen Informationen und Dokumente vorbereitet werden können.

Die Gemeinde kann eine Behörde bzw. eine/n Mitarbeiter/in der Gemeinde als für die Aufsicht zuständig bestimmen oder eine unabhängige, sachkundige Person oder Fachstelle beiziehen. Die Person sollte sich vor dem Aufsichtsbesuch mindestens mit den Bestimmungen der ASIV vertraut gemacht haben (insbesondere bezüglich der für die Aufsichtsfragen relevanten Artikel).

Ein Besuch ist deshalb vorgeschrieben, weil dabei entsprechende Belegdokumente eingesehen werden können und eine Überprüfung der Verhältnisse vor Ort (vgl. Leitfaden, z.B. räumliche Gegebenheiten, Hygiene und Sicherheitsvorkehrungen) möglich wird. Zur Beurteilung der Einhaltung der Tarifbestimmungen empfiehlt es sich etwa, diese an einem stichprobeartig ausgewählten Beispiel gemeinsam durchzugehen.

Auf allfällige Missstände soll konstruktiv hingewiesen werden. Diese werden notiert um Aspekte mit Verbesserungsbedarf weiter verfolgen zu können. Dies soll in einer partnerschaftlich-beratenden Zusammenarbeit erfolgen.

Welche Fragen in welchem Fall (vgl. Abgrenzung oben) im Rahmen der Aufsichtstätigkeit erörtert werden sollen, ist im  Leitfaden für den Aufsichtsbesuch (Word, 80 KB, 10 Seiten) ersichtlich.


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