Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Qualität und Kosten

Im Folgenden finden Sie Informationen zu:

Qualität in Kindertagesstätten
Kosten von Kindertagesstätten
Qualität bei Tageseltern
Kosten bei Tageseltern

Kinder profitieren von Kindertagesstätten (Kitas) dann, wenn die Qualität stimmt. Der Kanton macht deshalb Qualitätsvorgaben. Die Kosten wiederum sind eng mit der Qualität verknüpft.

Hinweis

Bitte beachten Sie die Vorgaben in der Verordnung über die Angebote zur sozialen Integration (ASIV). Die Qualität ist in den Artikeln 12 bis 20 geregelt und die Kosten in den Artikeln 21-34.

Qualität in Kindertagesstätten – die wichtigsten Vorgaben

  • Pädagogisches Konzept: Ein pädagogisches Konzept erläutert die sozialpädagogischen Grundsätze, Ziele und Vorgehensweisen. Die Leitung und die Angestellten einer Kita führen diese gemäss dem Konzept. Sie fördern die Kinder in ihrer Entwicklung und Gesundheit.
  • Organisatorisches Konzept: Ein organisatorisches Konzept regelt die Verantwortlichkeiten, die Organisation, den Personalbedarf und die Finanzierung.
  • Leitung: Jede Kita hat eine verantwortliche Leitung, welche über eine abgeschlossene pädagogische oder sozialpädagogische Ausbildung verfügt. Erfahrung im pädagogischen und administrativen Bereich ist ebenfalls wichtig. Sie muss das Betreuungspersonal auf die Bedürfnisse der Kinder abstimmen.
  • Betreuungsschlüssel: Zwölf Kinder erfordern im Minimum zwei Betreuende, mindestens eine davon ausgebildet. Dabei beanspruchen Kinder unter 12 Monaten und Kinder mit besonderen Bedürfnissen aufgrund ihres erhöhten Betreuungsbedarfs 1,5 Plätze.
  • Anerkannte Ausbildungen: Als ausgebildetes Personal im Stellenplan gelten Personen mit einer abgeschlossenen pägdagogischen oder sozialpädagogischen Ausbildung, wie Fachperson Betreuung (Fachrichtung Kinderbetreuung).
  • Nicht ausgebildetes Personal: Lernende, Praktikanten und Praktikantinnen oder Personen mit anderen als pädagogischen und sozialpädagogischen Ausbildungen gelten als nicht ausgebildetes Personal. Auch dieses Personal muss grundsätzlich über Erfahrung und Grundkompetenzen im Umgang mit Kindern verfügen.
  • Standort und Räumlichkeiten: Der Betrieb einer Kita erfordert ausreichend Platz für Aktivitäten im Freien, für Gemeinschaftsaktivitäten und für die Erholung.
  • Brandschutz, Sicherheit und Lebensmittel: Die Räume müssen den Kindern grösstmögliche Sicherheit bieten (gesicherte Steckdosen, Schränke, Türen und Treppen etc.). Kitas unterliegen zudem der Lebensmittelkontrolle. Die Einrichtungen müssen den allgemeinen Anforderungen der Wohnhygiene und des Brandschutzes genügen. Die zuständige Gemeinde muss bei der Gebäudeversicherung des Kantons Bern abklären, ob Brandschutzmassnahmen umgesetzt werden müssen.

Kosten von Kindertagesstätten

Der Kanton legt Normkosten fest, um die Kosten zu steuern. Diese betragen pro Stunde 12 Franken 12. Bei Öffnungszeiten von 11,5 Stunden pro Tag und mindestens 235 Tagen pro Jahr können die vollen Normkosten geltend gemacht werden.

  • Diese betragen pro Tag und besetztem Platz: 109.35 Franken (=9*12.15).
  • Pro Jahr und besetztem Platz betragen sie: 26'244.- Franken (=240*109.35)
  • Eine Kita mit 12 besetzten Plätzen hat folglich ein Budget von 314'928.- Franken (=12*26'244.-).
  • Dazu kommen die Elternbeiträge für die Mahlzeiten. Bei z. B. 7 Franken pro Tag und Platz, kommen 20‘160 Franken hinzu. (=7*12*240).
  • Normalerweise werden zirka 75-80% des Budgets für Personalkosten aufgewendet.

Da die Normkosten nur bezahlt werden, wenn die Plätze besetzt sind, ist die gute Auslastung der Kita zentral.
Unabhängig von den Elternbeiträgen erhält die Kita immer die Normkosten für besetzte Plätze. Die Differenz zwischen Elternbeiträgen und Normkosten wird (unter Berücksichtigung des 20%-Selbstbehalts der Gemeinden) über den Lastenausgleich finanziert. Da die Abrechnung mit dem Kanton immer erst im Folgejahr stattfindet, müssen die Gemeinden die Kitas vorfinanzieren.

Kitas, welche neu gegründet oder stark ausgebaut werden, können von der Anstossfinanzierung des Bundes profitieren.

Qualität bei Tagesfamilien

Die Organisationen der Tagespflege stellen die Qualität der Betreuung in den Tagesfamilien sicher. Insbesondere sind sie darum besorgt, dass

  • die Aufgaben der Vermittlungsstelle umschrieben sind
  • die Eignung der Tagesfamilien geprüft wird
  • die Vermittlerinnen oder Vermittler über eine den Anforderungen entsprechende Grundausbildung verfügen
  • die Tagesfamilien der Meldepflicht gemäss Artikel 6 Absatz 1 der Pflegekinderverordnung nachkommen
  • die Tagesfamilien einen Einführungskurs besuchen
  • ein Angebot an Weiterbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vermittlungsstelle und für Tagesfamilien besteht und genützt wird.

Kosten bei Tagesfamilien

Die Normkosten steuern ebenfalls die Kosten der Tagesfamilien. Die Normkosten betragen 9.34 Franken pro Stunde. Bietet eine Gemeinde via Tagesfamilienorganisation 10‘000 Betreuungsstunden an, stehen dem Verein 93‘400 Franken (10‘000*9.34) zur Verfügung. Mit diesen Mitteln bezahlen die Vereine die Löhne der Tagesfamilien und die Vermittlungskosten.


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

http://www.gef.be.ch/gef/de/index/familie/familie/familienergaenzendebetreuung/qualitaet_und_kosten.html