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Das Tarifsystem

Auf den 1. August 2012 traten verschiedene Änderungen im Tarifsystem der familienergänzenden Betreuung in Kraft. Ziel der Änderungen ist es, die Bestimmung des massgebenden Einkommens der Eltern zu vereinfachen und durch die Möglichkeit, die Zahlen direkt der Steuererklärung zu entnehmen, das Ausfüllen für die Eltern zu erleichtern und die einfache Überprüfbarkeit zu gewährleisten. Zudem soll das massgebende Einkommen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Eltern besser widerspiegeln. Alle Informationen zur Funktionsweise und Hilfsmittel sowie Tools für die Anwendung finden Sie hier.

Die Hilfsmittel und Tools:

Mit diesem Formular (Word, 42 KB, 2 Seiten) können die Eltern ihr Einkommen und die Familienverhältnisse deklarieren. 

Für die Berechnung des genauen Tarifs, das Ausdrucken von Rechnungen sowie Berechnungsblättern dienen die folgenden Tools zum Herunterladen:

Kindertagesstätte (Excel, 129 KB), Berechnungstool ab 01.08.2016

Kindertagesstätte (Excel, 128 KB), Berechnungstool bis 31.07.2016

Tagesfamilien (Excel, 131 KB), Berechnungstool ab 01.08.2016

Tagesfamilien (Excel, 131 KB), Berechnungstool bis 31.07.2016

Wünschen Sie keine genaue Berechnung sondern nur eine Tarifsimulation? Dann dienen unsere Onlinetools.

Kindertagesstätte Tarifsimulation ab 01.08.2016

Kindertagesstätte Tarifsimulation bis 31.07.2016

Tagesfamilien Tarifsimulation ab 01.08.2016

Tagesfamilien Tarifsimulation bis 31.07.2016

Eine grobe Übersicht über die Tarife bieten die folgenden Tabellen:

Kita (PDF, 25 KB, 1 Seite), ab 01.08.2016 / Tagesfamilien (PDF, 24 KB, 1 Seite), ab 01.08.2016

Kita (PDF, 25 KB, 1 Seite), bis 31.07.2016 / Tagesfamilien (PDF, 24 KB, 1 Seite), bis 31.07.2016

Die Funktionsweise des Systems:

Entscheidend für die Höhe des Tarifs ist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Eltern. Das für die Tarifberechnung massgebende Einkommen berücksichtigt deshalb das Einkommen, das Vermögen und die Familiengrösse.

a) Bestimmung des massgebenden Einkommens (Art. 23 – 27 ASIV)

Wohnt das Kind mit beiden Elternteilen zusammen, werden auch beide Einkommen zur Tarifbestimmung herangezogen – unabhängig vom Zivilstand. Wohnt das Kind nur bei einem Elternteil, wird das Einkommen eines im gleichen Haushalt wohnenden Partners / einer Partnerin dann herangezogen, wenn die beiden verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft lebend sind. Das Einkommen eines Konkubinatspartners oder einer Konkubinatspartnerin wird dann herangezogen, wenn das Konkubinat schon seit fünf Jahren besteht oder die beiden gemeinsame Kinder haben (unabhängig von der Elternschaft des familienergänzend betreuten Kindes).

Die Bestimmung des massgebenden Einkommens beruht auf den Daten der Steuererklärung (wenn sie schon vorliegt der Steuerveranlagung) und bezieht sich deshalb auf die Einkommens- und Vermögenssituation des Vorjahres. Sind weder Steuererklärung oder –veranlagung verfügbar, müssen die Zahlen anderweitig belegt werden. Um Härtefälle zu vermeiden, können Eltern belegen, dass das aktuelle Einkommen um mehr als einen Fünftel tiefer ist als jenes des Vorjahres. Ist dies der Fall, wird das massgebende Einkommen und damit die Bemessungsgrundlage für den Tarif ab Eintritt der Veränderung auf Antrag angepasst.

Das massgebende Einkommen setzt sich aus folgenden Posten zusammen:

Angaben Ziffer in der Steuererklärung Bemerkung
Nettolohn gemäss Lohnausweis 2.21 Der Lohnausweis dient als Beleg
Das steuerpflichtige Ersatzeinkommen wie Renten und Taggelder 2.22 und 2.23 Beiträge von AHV, IV, ALV, EO etc.
Erhaltene Unterhaltsbeiträge 2.24  
Fünf Prozent des Nettovermögens (=Bruttovermögen abzüglich Schulden) Als Nettovermögen gilt das Vermögen gemäss Formular 3 der Steuererklärung (Ziffer 32) und Formular 7 (Ziffer 7.0) abzüglich der Schulden gemäss Formular 4 (Ziffer 4.3).  
Der in der Steuererklärung ausgewiesene Geschäftsgewinn (Durchschnitt der vergangenen drei Jahre) 9210 Falls die Selbständigkeit noch nicht drei Jahre dauert, werden nur das vergangene Jahr bzw. die vergangenen zwei Jahre berücksichtigt.
Familienzulagen, soweit sie nicht im Nettolohn enthalten sind. 2.25 (Achtung: dieser Posten kann noch weitere Einkünfte enthalten, welche für die Berechnung des Tarifs nicht massgebend sind.) Betrifft vor allem selbstständig Erwerbende

Geleistete Unterhaltsbeiträge können abgezogen werden. Zudem sieht die ASIV einen Abzug pro Familienmitglied vor:

Abzug Ziffer in der Steuererklärung bzw. Höhe Pauschalabzug Bemerkung
Geleistete Unterhaltsbeiträge Ziffer 5.1 der Steuererklärung  
Pro Familienmitglied ein Pauschalbetrag von

3760 Franken bei einer Familiengrösse von drei Personen,

5900 Franken bei einer Familiengrösse von vier Personen,

6970 Franken bei einer Familiengrösse von fünf Personen,

7500 Franken bei einer Familiengrösse von sechs oder mehr Personen.

Für die Berechnung der Familiengrösse sind die Verhältnisse am 31. Dezember des Vorjahres massgebend.

Als Familienmitglieder, für die ein Abzug zulässig ist, zählen die Erwachsenen, deren Einkommen herangezogen wurde, sowie deren Kinder, sofern sie im gleichen Haushalt leben und eine Unterstützungspflicht besteht. Zudem nicht im gleichen Haushalt wohnende Kinder, sofern für sie der Kinderabzug gemäss Art. 40 Abs. 3 und 4 des Steuergesetztes vom 21. Mai 2000 (StG) zulässig ist (betrifft in erster Linie Kinder, die auswärts wohnen, um eine Ausbildung zu absolvieren).

ACHTUNG: Der Abzug kann pro Familienmitglied geltend gemacht werden (Beispiel: 3 Personen erfüllen die Kriterien, somit beträgt der Abzug 3*3'760.- also 11‘280.-). Massgebend für die Berechnung des Abzugs für Familiengrösse sind die Verhältnisse am 31. Dezember des Vorjahres.

Die Angaben zur Bestimmung des massgebenden Einkommens werden von den Eltern selber deklariert und belegt. Die Angaben der Eltern können stichprobenweise bei der Steuerverwaltung überprüft werden. Ist die Selbstdeklaration unvollständig, wird der Maximaltarif verrechnet.

b) Berechnung des Tarifs (Art. 29 – 32 ASIV)

Liegt das massgebende Einkommen unter SFr. 42‘540.- wird der Minimaltarif in Rechnung gestellt, liegt es über SFr. 158'690.- werden die vollen Normkosten berechnet. Dazwischen steigt der Tarif linear an (d. h. jeder Unterschied im Einkommen führt zum gleichen Anstieg des Tarifs). Die ASIV legt den Tarif pro Stunde fest, wobei bei Kitas ein Tag mit neun Stunden verrechnet und ein Monat pauschal mit 20 Betreuungstagen abgerechnet wird. Der Minimaltarif liegt für Tagesfamilienorganisationen und Kitas bei SFr. 0.75, der Maximaltarif, der den vollen Normkosten entspricht bei Tagesfamilienorganisationen bei SFr. 9.16, für Kitas bei SFr. 11.91, bei einer 100% Betreuung also bei SFr. 2'143.80


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