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Jahresmedienkonferenz der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) Ein strategisch verankertes, effizientes und zielorientiertes Gesundheits- und Fürsorgewesen für den Kanton Bern

26. Januar 2018 – Medienmitteilung

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) setzt die im letzten Jahr gestartete Initiative für die langfristige Entwicklung des Gesundheits- und Fürsorgewesens im Kanton Bern fort. Bereits konnten Neuerungen und Verbesserungen umgesetzt und Projekte lanciert werden. Wichtig ist dem Gesundheits- und Fürsorgedirektor Pierre Alain Schnegg, dass die knappen Steuergelder zum Wohl der Bevölkerung und nicht für überholte Strukturen und Dienstleistungen eingesetzt werden.

Regierungsrat Pierre Alain Schnegg betonte an der Jahresmedienkonferenz, dass sich die GEF in einem Erneuerungsschub befinde. In den letzten 18 Monaten wurde die GEF intern teilweise reorganisiert und es wurden Prozesse vereinfacht. «Ich achte darauf, dass jeder investierte Franken zum Wohl der Bevölkerung eingesetzt wird. Von unserer Arbeit müssen die Menschen profitieren», sagte Regierungsrat Pierre Alain Schnegg. Das heisse auch, dass wieder mehr Pragmatismus gefragt sei, wenn es um die interne und externe Zusammenarbeit und um die Bewältigung der künftigen Herausforderungen gehe.

Gesundheitsstrategie wird erarbeitet

Im Zentrum der Weiterentwicklung steht die Entwicklung einer Gesundheitsstrategie für den Kanton Bern. Diese soll darlegen, wie sich das Gesundheitswesen im Kanton Bern aktuell präsentiert, welche Entwicklungen im Kanton Bern angestrebt werden und wie die Versorgung der Bevölkerung in Zukunft sicher gestellt wird. Zurzeit erfolgen die Datenerhebungen zur Klärung des Handlungsbedarfs. Erste Resultate werden Mitte des Jahres erwartet. Nach der Erarbeitung der Gesamtstrategie, die vom Regierungsrat verabschiedet und dem Grossen Rat zu Kenntnis gebracht werden muss, sollen in einer zweiten Projektphase Teilstrategien und operative Ziele für die einzelnen Versorgungsbereiche erarbeitet werden.

Digitalisierung ist vordringlich

Die Analyse der GEF hat aufgezeigt, dass in einigen Bereichen noch erheblicher Nachholbedarf beim Einsatz von elektronischen und internetbasierten Applikationen besteht. Daraus folgte die Lancierung einer Digitalisierungsstrategie und eine Reorganisation der IT-Abteilung hin zum Digital Management mit einem wesentlich breiterem Aufgabengebiet. In diesem Rahmen wurde für das Kantonsapothekeramt eine Plattform geschaffen, die eine elektronische Verarbeitung der Meldungen von Apotheken für selbsthergestellte Medikamente erlaubt. Auch für die Ausgabe der Betreuungsgutscheine für die KITA-Plätze und die Anforderungsabklärungen und Abrechnungen im «Berner Modell» entwickelt die neu ausgerichtete Abteilung webbasierte Applikationen.

Der Kanton Bern und der Kanton Zürich haben sich an der Firma axsana AG beteiligt und arbeiten beim elektronischen Patientendossier eng zusammen. Dadurch entstand der erste überregionale Akteur der Schweiz im Bereich eHealth.

Teilrevision des Sozialhilfegesetzes und Arbeitsintegration

Die GEF setzt mit der Teilrevision des Sozialhilfegesetzes einen wichtigen Teil des Entlastungspakets 2018 des Kantons Bern um. Basierend auf den beiden Grundideen, dass die Ausübung einer Erwerbstätigkeit wirtschaftlich gesehen attraktiver sein soll als der Bezug von Sozialhilfe, und dass Sozialhilfeempfänger zur Integration in den Arbeitsmarkt stärker motiviert und besser unterstützt werden. Mehrere Millionen Franken der erreichten Einsparungen werden in Projekte der Arbeitsintegration, Schulung und Ausbildung reinvestiert. Diese Projekte umfassen Massnahmen und Zusammenarbeitsmodelle mit der Wirtschaft, um vor allem junge Menschen und über 50jährige möglichst rasch wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Regierungsrat Schnegg hat über ein Dutzend Unternehmer von Grosskonzernen und KMUs aus allen Regionen des Kantons sowie Vertreter der Gewerkschaften in eine temporäre Arbeitsgruppe eingeladen, um deren Anliegen und Bedürfnisse aufzunehmen. So ist es z.B. ein Anliegen, für definierte Personenkreise befristet Löhne unterhalb der GAV-Grenzen zu bezahlen, wenn die Leistung (noch) deutlich unter dem üblichen Level liegt. Die für den Lebensunterhalt fehlenden Beträge könnten z.B. durch die Sozialhilfe abgedeckt werden. Ein anderes Anliegen betrifft eine elektronische Plattform mit allen Profilen des Integrationsbereichs (also RAV, Sozialhilfe, Asylbereich, IV), mit deren Hilfe die Unternehmen rasch mögliche Kandidaten herausfiltern könnten.

Kostenbewusst und innovativ

Regierungsrat Pierre Alain Schnegg besuchte seit seinem Amtsantritt über 200 Institutionen und pflegte den direkten Austausch mit sehr vielen Fachleuten. Er habe gesehen, wo weiterer Handlungsbedarf bestehe, um das Gesundheits- und Fürsorgewesen im Kanton dynamischer zu gestalten und die Kosten einzudämmen. «Wir haben noch viele alte Zöpfe abzuschneiden und müssen uns an die Geschwindigkeit der neuen Gesellschaft anpassen», sagte Schnegg. Die Digitalisierung stehe erst am Anfang und werde immense Möglichkeiten eröffnen, um die Qualität zu steigern und Prozesse zu beschleunigen. Des Weiteren wünscht sich Pierre Alain Schnegg eine institutionalisierte, bereichsübergreifende Zusammenarbeit aller Beteiligten im Gesundheits- und Fürsorgewesen.

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