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Neues Spital Zweisimmen Gesundheitsdirektor trifft sich mit Vertreterinnen und Vertretern der Region Obersimmental-Saanenland

12. Oktober 2017 – Medienmitteilung

Auch wenn die Gesundheits- und Fürsorgedirektion das Gesuch der Spital STS AG zur finanziellen Unterstützung für den Betrieb des Spitalstandorts Zweisimmen in der gegenwärtigen Form abgelehnt hat, setzt sie alles daran, eine langfristige Lösung für die Grund- und Spitalversorgung in der Bergregion Obersimmental-Saanenland zu fördern. So hat Regierungsrat Pierre Alain Schnegg eine Delegation aus der Region zum gemeinsamen Dialog empfangen.

Am 28. Februar 2017 hatte die STS AG bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) ein Gesuch um finanzielle Unterstützung eingereicht. Der Verwaltungsrat beantragte dem Kanton Bern einen jährlich wiederkehrenden Betriebsbeitrag von 3,4 Millionen Franken. Nach eingehender Prüfung hat die GEF festgestellt, dass es viele offene Fragen hinsichtlich des künftigen Betriebs und insbesondere des Angebotsportfolios gibt. Daher hat sie das Gesuch Mitte September in der gegenwärtigen Form abgelehnt und ihre Bereitschaft geäussert, ein allfälliges neues Gesuch zu prüfen, sobald die offenen Fragen zum vorgesehenen Neubau und dem Betriebskonzept geklärt sind.

Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der betroffenen Bergregion…

Am Mittwoch, 11. Oktober, hat Gesundheits- und Fürsorgedirektor Pierre Alain Schnegg eine Delegation aus der Bergregion Obersimmental-Saanenland in Bern empfangen. Diese setzte sich zusammen u.a. aus Nationalrat Erich von Siebenthal (Gstaad), den Mitgliedern des Grossen Rates aus der Region sowie Vertretern aller Gemeinderäte der betroffenen Gemeinden. Dabei wurden die Hintergründe des Beschlusses der GEF detailliert erläutert. Alternativen zum Neubau-Projekt der STS AG wurden auch skizziert, ohne jedoch die Kompetenzen des zuständigen Verwaltungsrates zu tangieren, von dem weiterhin zusätzliche Abklärungen sowie neue Vorschläge erwartet werden.

Die Teilnehmenden haben sich davon überzeugen können, dass die Spitalversorgung in der Bergregion Obersimmental-Saanenland auf einem hohen Niveau gewährleistet ist und der Grundsatz eines Akutspital-Standortes in der Region von keiner Seite in Frage gestellt wird. Vereinbart wurde, dass die GEF und die Vertreterinnen und Vertreter der Region im engen Kontakt bleiben. Zu diesem Zweck wird ein weiteres Treffen der GEF mit den Vertretern der Region und der STS AG organisiert.

… sowie mit dem Verwaltungsrat der Spital STS AG

Vor diesem Treffen hat Regierungsrat Pierre Alain Schnegg bilateral mit dem Präsidenten des Verwaltungsrates der Spital STS AG das weitere Vorgehen besprochen. Er hat ihm seine Erwartungen mitgeteilt und ihm zugesichert, dass die GEF alles daran setzt, auch mittel- und langfristig die Versorgung der Region mit einem Akutspital sicherzustellen. So ist die GEF insbesondere bereit, ein neues Finanzierungsgesuch zu prüfen. Sie ist aber auch offen, Alternativen zu prüfen, zum Beispiel der Betrieb des Standortes Zweisimmen durch oder in Kooperation mit einem dritten Leistungserbringer, privat oder öffentlich. Auch eine Zusammenarbeit mit dem Nachbarkanton Waadt wird nicht ausgeschlossen.

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