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Programm «ärztliche Weiterbildung in Hausarztpraxen (Praxisassistenz)» Künftig 35 Stellen für die Assistenz in Hausarztpraxen

31. August 2017 – Medienmitteilung

Junge Ärztinnen und Ärzte sollen sich weiterhin mit finanzieller Unterstützung des Kantons in Hausarztpraxen weiterbilden können. Zur Förderung des Nachwuchses in der Hausarztmedizin beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat für die Jahre 2019 bis 2022 einen jährlichen Kredit von 1,51 Millionen Franken. Damit die Anzahl der Assistenzstellen erhöht werden kann, sollen sowohl der Kanton wie auch die Lehrpraxen einen höheren Beitrag an den Lohn der Assistentinnen und Assistenten leisten.

Die Assistenzstellen in den Hausarztpraxen sind im Kanton Bern sehr begehrt. Die Nachfrage übersteigt regelmässig die Anzahl der zur Verfügung stehenden Plätze. Diesem Umstand will der Regierungsrat Rechnung tragen und die Anzahl um 14 auf 35 Assistenzstellen erhöhen. Damit sollen ab 2019 mehr Ärztinnen und Ärzte einen Teil ihrer mindestens fünf Jahre dauernden Assistenzzeit zur Erlangung eines Facharzttitels in einer Hausarztpraxis absolvieren können.

Der Regierungsrat hat das Programm Praxisassistenz 2008 mit einem dreijährigen Modellversuch gestartet. Er verfolgte dabei die Absicht, einen Beitrag zur Aufwertung der Hausarztmedizin zu leisten und die Zusammenarbeit der Hausärztinnen und Hausärzte mit den Spitälern zu verbessern. Bis dahin hatten die Ärztinnen und Ärzte kaum Möglichkeiten, im Rahmen ihrer Weiterbildung den Alltag und die Tätigkeit in einer Hausarztpraxis kennenzulernen.

Höhere Beiträge des Kantons und der Lehrpraxen

Damit die Anzahl der Assistenzplätze von 21 auf 35 Stellen erhöht werden kann, beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat für die Jahre 2019 bis 2022 einen jährlichen Kredit von 1,51 Millionen Franken. Bis anhin beteiligte sich der Kanton mit knapp 1,25 Millionen Franken jährlich. Aber auch die Hausärztinnen und -ärzte müssen einen höheren Beitrag an den Lohn ihrer Assistentinnen und Assistenten leisten. Sie tragen künftig 4500 Franken bei. Bis anhin waren es 2000 Franken.

Mit diesen Beiträgen können auch die Dienstleistungen der Koordinationsstelle Biham  finanziert werden. Sie ist die Drehscheibe des Programms, rekrutiert die interessierten Ärztinnen und Ärzte sowie die Ausbildungsstellen, begleitet alle Beteiligten und sorgt für die Nachbetreuung. Sie bietet auch Kurse für die Hausärztinnen und -ärzte an. Damit trägt sie wesentlich dazu bei, dass die Lücke in der Grundversorgung nicht unverhältnismässig wächst. Eine Befragung hat gezeigt, dass 76 Prozent der ehemaligen Programmteilnehmenden in einer Hausarztpraxis tätig sind oder eine selbstständige Tätigkeit in der Hausmedizin planen. Bei den Kinderärztinnen und -ärzten sind es 86 Prozent.

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