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Arbeitsgruppe hat Vorgaben für die Erbringung von Spitalbehandlungen angepasst Anforderungen für die Spitalliste 2018 sind bereinigt

7. April 2017 – Medienmitteilung

Die landesweit angewendeten Vorgaben der Spitallisten zu Personal, Organisation und Infrastruktur sind im Kanton Zürich entwickelt worden und für Berner Verhältnisse nur teilweise geeignet. Deshalb empfiehlt die von Regierungsrat Pierre Alain Schnegg eingesetzte Arbeitsgruppe im Hinblick auf die Spitalliste 2018 verschiedene Anpassungen. Diese erhöhen den unternehmerischen Spielraum, ohne jedoch die Behandlungsqualität zu gefährden, und sollen die Versorgung auch in peripheren Gebieten sicherstellen.

Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerks diespitäler.be und des Verbandes der Privatspitäler des Kantons Bern einigten sich, gemeinsam mit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion die Anforderungen zur national empfohlenen «Zürcher Leistungsgruppensystematik» zu überprüfen. Die Systematik teilt die stationären Spitalbehandlungen in Leistungsgruppen ein, die sich auf das zu Grunde liegende organische Leiden beziehen. In der Anwendung hat sich gezeigt, dass die Zürcher Vorgaben im Kanton Bern nicht tel quel umgesetzt werden können, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden oder zu hohen Vorhaltekosten zu führen. Die von Regierungsrat Pierre Alain Schnegg, Gesundheits- und Fürsorgedirektor, im September 2016 eingesetzte Arbeitsgruppe hat nun verschiedene Anpassungen vorgeschlagen, die es den Akutspitälern im Kanton Bern erlauben sollten, die Spitalbehandlungen unabhängig ihrer geografischen Lage und betrieblichen Struktur erbringen zu können.

Empfehlungen zur Anpassung

Die Arbeitsgruppe verfolgte das Ziel, die Zürcher Vorgaben so anzupassen, dass den Spitälern eine grösstmögliche betriebliche Flexibilität in der Leistungserbringung gewährt werden kann, ohne dabei Abstriche bei der Qualität der Behandlung und der Sicherheit der Patientinnen und Patienten machen zu müssen. Die wohl bedeutsamste Anpassung betrifft die Anforderungen zur Führung einer Notfallstation. Bei den niedrigsten Anforderungen wird es neu einem Akutspital ermöglicht, auf eine Notfallstation zu verzichten oder deren Betrieb zeitlich einzuschränken, sofern ein Vertrag mit einem anderen Betrieb mit dem entsprechenden Leistungsauftrag abgeschlossen wird. Dies sollte vorwiegend in der Agglomeration Bern dazu führen, dass die Zahl der Notfallstationen reduziert werden kann. Weitere Anpassungen betreffen unter anderem die Verfügbarkeit von Fachärztinnen und Fachärzten oder die Kooperation bei Angeboten, bei denen die Zusammenarbeit mit anderen Fachgebieten vorgegeben ist.

Verfahren für Spitalliste erfolgt im Sommer

Damit die Spitäler ihre Leistungen über die obligatorische Krankenpflegeversicherung abrechnen können, müssen sie auf der Spitalliste mit einem Leistungsauftrag des Regierungsrates aufgeführt sein. Diesen erhalten sie, sofern ihre Leistungen versorgungsnotwendig sind, wirtschaftlich erbracht werden und die Anforderungen der Leistungsgruppensystematik erfüllt werden. Im Sommer 2017 soll das entsprechende Bewerbungsverfahren der Spitäler für die Akutsomatik durchgeführt werden. Anschliessend wird der Regierungsrat die neue Spitalliste in Kraft setzen.

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