Schwermetalle und PCB in Raubfischen
Ausgangslage
Untersuchungen durch Kantonale Laboratorien und Meldungen aus dem europäischen Schnellwarnsystem für Lebensmittel (RASFF) zeigen immer wieder Raubfischproben mit erhöhten Schwermetallgehalten (vor allem Quecksilber und Cadmium). Schwer abbaubare Verbindungen lagern sich am Schluss der Nahrungskette ab und werden dort aufkonzentriert. Durch Verzehr solcher Fische ist eine erhöhte Aufnahme dieser toxischen Substanzen möglich.
Untersuchungen
Das Kantonale Laboratorium Bern untersuchte 50 Fischproben auf die giftigen Schwermetalle Blei, Cadmium und Quecksilber und auf dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (cPCB). Die Auswahl der untersuchten Fische reichte von einheimischen Eglifilets über Red Snapper bis hin zu Haifischen.
Ergebnisse
Bei den Untersuchungen der 50 Fischproben, welche im Kanton Bern erhoben wurden, mussten drei Haifisch-Proben wegen zu hohen Gehalten an Schwermetallen beanstandet werden. Zwei Proben aufgrund zu hoher Quecksilberbelastung und eine wegen zu hohen Gehalten an Cadmium.
Die Quecksilbergehalte lagen bei der einen Probe bei 4.7 mg/kg und bei der anderen bei 2.8 mg/kg. Der Grenzwert für Haifische liegt gemäss Fremd- und Inhaltsstoffverordnung bei 1 mg/kg. Der Gehalt an Cadmium in der beanstandeten Probe war 0.11 mg/kg (Grenzwert 0.05 mg/kg). In allen drei Fällen wurde die Vernichtung der noch vorhandenen Ware aus demselben Warenlos verfügt.
Bei drei weiteren Proben wurde ein erhöhter Quecksilbergehalt knapp unter dem Grenzwert festgestellt. Dabei handelte es sich um zwei Haifisch- und um eine Schwertfischprobe. Die Untersuchungen auf weitere Schwermetalle (Blei) und dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (cPCB) zeigten keine auffälligen Werte.
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